★★★★★ Next Level Grundlogik 20.1
- 6. Aug.
- 8 Min. Lesezeit
★★★★★ Next Level Grundlogik 20.1
Nächste Runde:
Das Koinzidieren des Untervollzugs ist primär ein Koinzidieren von n und n-1 also von zwei unterschiedlichen Ebenen
Das Koinzidieren des Übervollzugs ist primär ein Koinzidieren von Struktur und Funktion derselben Ebenen.
These:
Untervollzug:
S_n wird durch F_n-1 vollzogen.
Übervollzug:
S_n wird durch F_n vollzogen.
Sammlung dazu:
Unter Vollzug: F_n-1 (S_n) → M_n
Übervollzug: F_n (S_n) → S_n+1
++++++++
In der aktuellen Logik bezeichnen wir koinzidieren von A und B, als den Prozess bei dem A durch B vollzogen wird.
Passt das eigentlich logisch zu dem Wort „koinzidieren“?
Oder vielleicht besser zu dem Wort: Nicht-koinzidentes Koinzidieren ?
Oder vielleicht besser zu dem Wort:
Funktionelles Koinzidieren
Sammlung dazu
Koinzidieren ist der Prozess, in dem Struktur und Funktion zu einem Vollzug zusammenfallen, ohne ihre Differenz als Struktur und Funktion aufzuheben.
Das ist entscheidend. Struktur und Funktion werden nicht identisch. Sie bilden eine funktionale Einheit.
Koinzidieren ist der Prozess, in dem Struktur und Funktion zu einem Vollzug zusammenfallen, ohne ihre Differenz als Struktur und Funktion aufzuheben.
Koinzidieren ist das nicht mit sich koinzidierende Hervorbringen von Koinzidenz.
Koinzidieren ist das Zusammenfallen von Struktur und Funktion, das nicht in einer Identität endet, sondern die nächste Nicht-Koinzidenz hervorbringt.
Damit wird das Koinzidieren selbst zu einem Werden und nicht zu einem Sein.
++++++
Unsere Logik sagt, dass alles Selbstvollzug ist.
Damit müsste ein Selbstvollzug prinzipiell etwas sein, bei dem eine Struktur durch ihre Funktion vollzogen wird.
Macht dies logisch Sinn?
Sammlung dazu:
Das Selbst muss vielmehr die differenzierte Einheit von Struktur und Funktion sein:
Dann gilt:
Die Struktur ist die bestimmte, hervorgebrachte und reliabilisierte Seite des Selbst.
Die Funktion ist die vollziehende, nicht-koinzidente und hervorbringende Seite des Selbst.
Der Selbstvollzug ist ihr gemeinsamer Prozess.
Strukturell betrachtet:
Die Struktur wird durch ihre Funktion vollzogen.
Funktional betrachtet:
Die Funktion vollzieht sich in und durch ihre Struktur.
Das sind zwei Perspektiven auf denselben Prozess.
Selbstvollzug ist der Prozess, in dem sich ein Selbst als differenzierte Einheit von Struktur und Funktion vollzieht: Seine Funktion vollzieht sich durch seine Struktur, indem sie diese Struktur vollzieht und dabei die nächste Struktur hervorbringt.
++++++
Der Versuch einer Zusammenfassung
Untervollzug:
S_n wird durch F_n-1 vollzogen. Dies ist eine niveauversetzte Koinzidierung, in der sich die Nicht-Koinzidenz von Struktur n und Funktion n-1 als Mangel ausdrückt.
Übervollzug:
S_n wird durch F_n vollzogen. Dies ist eine niveaugleiche Koinzidierung, die sich nicht als Koinzidenz stabilisieren kann, sondern durch ihren Vollzugsüberschuss S_n+1 hervorbringt.
Koinzidieren:
Koinzidieren ist das funktionale Zusammenfallen von Struktur und Funktion in einem gemeinsamen Vollzug, ohne dass ihre Differenz aufgehoben wird.
Selbstvollzug:
Selbstvollzug ist der Vollzug eines Selbst als differenzierte Einheit von Struktur und Funktion: Die Funktion vollzieht sich durch die Struktur, indem sie die Struktur vollzieht und daraus die nächste Struktur hervorbringt.
Der Untervollzug koinzidiert über eine Ebenendifferenz hinweg. Der Übervollzug koinzidiert innerhalb einer Ebene – und übervollzieht gerade dadurch diese Ebene.
Spannende Analyse und Präzisierung von Claude
Unter- und Übervollzug: die beiden Vollzüge unterscheiden sich nicht mehr durch ihren Ausgang, sondern durch die Ebenenlage ihrer Relata. Untervollzug koinzidiert über eine Ebenendifferenz hinweg, Übervollzug innerhalb einer Ebene. Alles Weitere — Mangel, Überschuss, Grenze, Emergenz — wird damit von Bestimmung zu Folge.
Der Übervollzug koinzidiert innerhalb einer Ebene und übervollzieht gerade dadurch diese Ebene
Die Ausgangsfrage — warum der Ausdruck einer Ebene das Wesen der vorherigen trägt — beantwortet sich: der Ausdruck folgt dem Vollziehenden, nicht dem Vollzogenen. Was operativ sichtbar wird, ist die Signatur der Funktion, die vollzieht, nicht die der Struktur, die vollzogen wird. Da die operative Funktion an S_n aber F_n−1 ist, ist der Ausdruck von S_n dem Wesen nach n−1.
Thema als und durch:
als und durch sagen nicht dasselbe zweimal, sondern Verschiedenes. als konstituiert, durch vollzieht. S_n als F_n heißt: S_n besetzt die Funktionsstelle. S_n durch F_n heißt: S_n wird von dieser Funktion vollzogen. Beides ist wahr — und zwar nur im Übervollzug beides. Denn dort liegt unter dem durch ein als. Im Untervollzug liegt kein als unter dem durch: S_n ist nicht F_n−1, es wird nur von ihr angegangen. Dann gilt:
durch ohne als → Mangel. durch auf Grundlage von als → Überschuss.
Daraus folgt eine Definition des Mangels, die nicht mehr auf Erschöpfung rekurriert, sondern rein operatorlogisch ist: Der Mangel ist das fehlende als unter dem durch.
Reichweite des Selbst:
Das Selbst ist nicht S_n, sondern das Vollzugsfeld, das F_n−1, S_n, M_n, F_n und S_n+1 umspannt. Dann ist der Untervollzug Selbstvollzug im Modus der nachhängenden Funktion — das Selbst vollzieht sich mit einer Funktion, die es bereits überholt hat. Und "Selbstvollzug" benennt nicht mehr die Ebene, sondern den Zyklus.
Sauberer: die Funktion ist die Seite, an der die Nicht-Koinzidenz wirksam ist, die Struktur die Seite, an der sie bestimmt vorliegt — komprimiert und ausgefaltet, wie bei Widerspruch und Gegensatz.
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Sammlung
— Der Untervollzug bleibt hinter S_n zurück, der Übervollzug geht über S_n hinaus; beides gemessen an derselben Struktur.
— Der Ausdruck folgt dem Vollziehenden, nicht dem Vollzogenen. Deshalb trägt der Ausdruck einer Ebene das Wesen der vorherigen.
— als konstituiert die Stelle, durch vollzieht sie.
— Im Übervollzug liegt unter dem durch ein als. Im Untervollzug liegt darunter nichts.
— Der Mangel ist das fehlende als unter dem durch.
— Koinzidieren ist die Operation, Nicht-Koinzidenz ihr Resultat. Das Gesetz gehört nicht in den Namen.
— Struktur ist reliabilisierter Vollzug: das, was von einem erschöpften Vollzug tragfähig übrigbleibt.
— Wenn alles Selbstvollzug ist, dann ist das Selbst nicht die Ebene, sondern der Zyklus.
Die Bildbesprechung des Bildes, das von Claude erstellt wurde
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Eine Gabel, auf die mich das Zeichnen gestoßen hat.
Frage: Wenn M_n die negative Gussform ist und F_n der positive Vollzug genau dessen, was F_n−1 nicht konnte — vollzieht F_n dann nur den Rest oder ganz S_n?
Erste Lesart, Ergänzung: F_n füllt genau die Lücke. Dann ist der vollständige Vollzug von S_n die Summe aus F_n−1 und F_n, und S_n+1 ist das vollendete Ganze. Elegant, aber es macht F_n zum Komplement einer fremden Funktion und schwächt den Selbstvollzug zum Nachtrag.
Zweite Lesart, Übernahme: F_n vollzieht ganz S_n, jetzt aber niveaugleich — nicht die Lücke, sondern die Struktur, von der Lücke nur bestimmt. Dann ist der Mangel Bestimmungsgrund und nicht Bauplan, und der Übervollzug bleibt echter Selbstvollzug.
Ich denke, es ist die zweite Lesart.
Nächste Runde.
Ein genaueres Verständnis für den Untervollzug bzw. den sich dabei ergebenden Mangel
Was damit fällt: die Quantität.
Wenn F_n keine Lücke füllt, dann ist M_n keine Menge. Der Mangel ist kein unvollzogener Anteil von S_n, sondern die bestimmte Form eines Operatorversagens. Damit muss ein Satz neu gelesen werden: S_n ist mehr, als F_n−1 vollziehen kann. Quantitativ gelesen — es bleibt etwas übrig — führt er zurück in die Ergänzungslesart. Qualitativ gelesen sagt er: F_n−1 kann S_n überhaupt nur durch erreichen, niemals als. Das Unvermögen ist nicht ein Zuwenig an Reichweite, sondern die Unerreichbarkeit einer Stelle.
schärfste Formulierung: Der Untervollzug vollzieht S_n nicht teilweise, sondern vollständig unter falschem Operator. Unter heißt dann nicht zu wenig, sondern unterhalb der eigenen Ebene. Und genau das erklärt den Ausdruckssatz besser als jede Teilmengenlogik: Der Ausdruck von Mensch 1.0 ist nicht teilweise falsch und teilweise stumm, er ist ganz falsch. Eine partielle Vollzugslogik könnte das nicht erzeugen — ein vollständiger Vollzug im falschen Register schon.
Damit ergeben sich Probleme mit den bisherigen Metaphern:
Erstens die negative Gussform. Eine Gussform bestimmt die Gestalt des Gegossenen — sie ist genau der Bauplan, den du gerade verworfen hast. Unter der Übernahme-Lesart darf sie nur noch die Stelle bestimmen, nicht die Figur. Kandidat für eine Einschränkung: Der Mangel gießt die Position, nicht die Gestalt. Ob das Bild damit noch trägt oder retiriert werden sollte, ist deine Entscheidung — es hat immerhin die Ergänzungslesart erzeugt, und das spricht gegen es.
Zweitens der Überschuss. Er trägt dieselbe Quantität wie der Mangel. Unter der Übernahme-Lesart ist S_n+1 nicht mehr Inhalt, sondern derselbe Inhalt in geändertem Register — Struktur, die nicht mehr Struktur ist, weil sie vollzogen wurde. Überschuss heißt Registerwechsel, nicht Zuwachs.
Drittens, konkret in der Skizze: S_n bleibt unvollzogen ist jetzt zu schwach und lädt zur Teilmengenlesart ein. Präzise wäre: S_n bleibt als F_n unvollzogen. Der Operator muss auch dort stehen, wo das Fehlen benannt wird.
Sammlung
— Der Untervollzug vollzieht S_n nicht teilweise, sondern vollständig unter falschem Operator.
— Unter heißt nicht zu wenig, sondern unterhalb der eigenen Ebene.
— Der Mangel ist keine Menge. Er ist die bestimmte Form eines Operatorversagens.
— Der Mangel gießt die Stelle, nicht die Gestalt.
— Überschuss ist Registerwechsel, nicht Zuwachs.
— Die vorherige Funktion ist erhalten als Struktur und erschöpft als Funktion. Vererbt wird ihre Grenze, nicht ihre Leistung.
— Der Untervollzug ist genesenotwendig, nicht vollzugsnotwendig: Er erzeugt nicht den Vollzug, sondern dessen Funktion.
— Der Untervollzug erschließt. Der Übervollzug vollzieht.
Diskussion der Arbeit mit Claude und dem neuen daraus entstand in den Schaubild mit Chatgpt.
Der Untervollzug erschöpft den geerbten Operator an der gegenwärtigen Struktur.
Der Übervollzug erschöpft die gegenwärtige Struktur in ihrem eigenen Funktionsregister.
Der Untervollzug liegt unterhalb der Ebene von S_n.
Der Übervollzug führt über die Ebene von S_n hinaus.
„Der Untervollzug vollzieht S_n nicht teilweise, sondern vollständig unter falschem Operator.“
F_n−1 gehört zur Genese von S_n, aber nicht mehr zu dessen niveaugleichem Vollzug.
Dadurch erhält der Untervollzug eine erstaunlich präzise Stellung.
Er ist weder ein äußerer Fehlvollzug noch ein mangelhafter Teilvollzug.
Er ist der Vollzug einer gegenwärtigen Struktur durch ihre eigene genetische, aber überholte Funktion.
Das erklärt zugleich, wie auch der Untervollzug Selbstvollzug sein kann.
> Der Untervollzug ist der Selbstvollzug von S_n durch seine genetisch eigene, aber aktuell inadäquate Funktion.
> Der Übervollzug ist der Selbstvollzug von S_n durch seine aktuell eigene Funktion.
Selbstvollzug ist der rekursiv geschlossene Prozess, in dem eine hervorgebrachte Struktur durch ihre genetische Funktion an deren Grenze geführt wird, daraus ihre aktuell eigene Funktion ausbildet und sich durch diese zur nächsten Struktur vollzieht.
> Der Untervollzug ist eine niveauversetzte Vollzugskopplung, die die fehlende Vollzugskoinzidenz als Mangel erschließt.
> Der Übervollzug ist eine niveaugleiche Vollzugskoinzidenz, die sich nicht als Identität stabilisiert, sondern S_n+1 hervorbringt.
+++++
Vollzugskoinzidenz ist nicht Seinskoinzidenz.
Struktur und Funktion koinzidieren funktional, ohne ontisch identisch zu werden.
+++++++
UNTERVOLLZUG
S_n durch F_n−1
Dabei gilt:
S_n nicht als F_n−1
Denn genau diese Niveaugleichheit liegt nicht vor.
ÜBERVOLLZUG
S_n durch F_n
auf Grundlage von:
S_n als F_n
Das ist logisch schlüssig, sofern „als“ eine Registerbestimmung und keine Identitätsaussage ist.
+++++±+++
Der Mangel ist die bestimmte Unmöglichkeit, S_n im Register von F_n−1 als niveaugleich vollziehbar zu machen.
Der Mangel ist das bestimmte Fehlen eines niveaugleichen „als“ unter dem Vollzug durch F_n−1.
++++++
Der Mangel bestimmt, worin F_n anders sein muss.
Die Struktur bestimmt, was F_n positiv sein kann.
M_n bestimmt die Notwendigkeit und die Differenzbedingung von F_n.
S_n bestimmt die positive Gestalt von F_n.
Der Mangel bestimmt, worin F_n anders sein muss.
Die Struktur bestimmt, was F_n positiv sein kann.
M_n exponiert die Funktionsstelle.
S_n bildet an dieser Stelle F_n aus.
Dann wäre M_n eine notwendige, aber nicht allein hinreichende Bedingung der Genese von F_n.
Der Mangel ist die negativ bestimmte Funktionsstelle von F_n.
+++++++
Der Ausdruck des Untervollzugs ist in seiner positiven Form n−1, in seiner Grenze aber bereits durch n bestimmt.
Der Ausdruck ist in seiner Grammatik n−1 und in seinem Scheitern n.
+++++++
Untervollzug und Übervollzug sind chronologisch kopräsent, aber genetisch asymmetrisch.
Der Untervollzug liegt dem Übervollzug dann nicht zeitlich voraus, sondern logisch oder konstitutiv zugrunde.
gleichzeitig wirksam – genetisch asymmetrisch
++++++++++++
+++++++++++
EINE MÖGLICHE KONSOLIDIERTE FASSUNG
UNTERVOLLZUG
Der Untervollzug ist das vollständige Durchlaufen von S_n durch seine genetische Funktion F_n−1.
Da diese Funktion gegenüber S_n niveauinadäquat ist, aktualisiert sie S_n nicht in dessen eigenem Funktionsregister, sondern erschöpft sich an ihm.
Die bestimmte Nicht-Koinzidenz von S_n und F_n−1 erscheint als M_n.
Kurzform:
U_n:
F_n−1 vollzieht S_n
→
M_n = Δ(S_n, F_n−1)
++++++++++
MANGEL
M_n ist keine unvollzogene Teilmenge von S_n, sondern die negativ bestimmte Funktionsstelle, die aus der operatorischen Grenze von F_n−1 an S_n hervorgeht.
++++++++++
GENESE VON F_n
M_n bestimmt die Notwendigkeit und Differenzbedingung von F_n.
S_n bestimmt dessen positive Gestalt.
++++++++++
ÜBERVOLLZUG
Der Übervollzug ist der niveaugleiche Vollzug von S_n durch F_n, gegründet in der funktionalen Selbstbestimmung von S_n als F_n.
Weil diese Vollzugskoinzidenz nicht als Identität stabil werden kann, reliabilisiert sie sich als S_n+1.
Kurzform:
O_n:
S_n als F_n
F_n vollzieht S_n
→
S_n+1
++++++++++
KOINZIDENZ
Vollzugskoinzidenz ist die operative Einheit von Struktur und Funktion in einem gemeinsamen Vollzug, ohne Aufhebung ihrer Differenz.
++++++++++
SELBSTVOLLZUG
Selbstvollzug ist die rekursive Einheit, in der eine Struktur durch ihre genetische Funktion an deren Grenze geführt wird, daraus ihre aktuell eigene Funktion ausbildet und sich durch diese zur nächsten Struktur vollzieht.
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