top of page

Zurück zur Übersicht mit dem Zurück des Browsers

★★★★★ Next Level Grundlogik 41: Eine Annäherung an das Selbsterkennen des Selbstollziehens des Menschen 2.0

4. Okt.
4 Min. Lesezeit

★★★★★  Next Level Grundlogik 41: Eine Annäherung an das Selbsterkennen des Selbstvollziehens des Menschen 2.0





Ein neuer Gedanke kann erlebt werden, als komme er von außen. Er überfällt uns als Geistesblitz, erscheint als Inspiration oder taucht plötzlich auf. Wir bemerken, dass er da ist, ohne sein Hervorgehen als unseren eigenen Vollzug zu erkennen.

Die hier entwickelte Hypothese lautet: Der neue Gedanke ist nicht etwas, das nach dem Selbstfühlen zusätzlich entsteht. Er ist das Resultat des zu Ende vollzogenen Selbstfühlens – und als dieses Resultat zugleich die Vakanz des nächsten Selbstvollziehens.

Im Selbstvollziehen fühle ich mich zu Ende. Dieses Zu-Ende-Fühlen endet nicht in einem Gefühlszustand, in dem ich mich abschließend festhalten könnte. Es vollzieht sich bis zur gefühlten Unmöglichkeit, in der bisherigen Weise weiterzuvollziehen.

Diese Unmöglichkeit bedeutet nicht notwendig, dass mein Vollzug gescheitert ist. Sie kann gerade bedeuten, dass er sich erfüllt hat. Die bisherige Möglichkeit hat sich vollzogen und ist damit nicht mehr dieselbe noch unvollzogene Möglichkeit.

Die entscheidende Annahme ist, dass sich in dieser Vollendung nicht nur das Ende des Bisherigen, sondern zugleich die bestimmte Offenheit des Nächsten ausbildet. Bezogen auf den bisherigen Vollzug ist sie dessen Unmöglichkeit. Bezogen auf den nächsten Vollzug ist sie dessen Vakanz.

Der Gedanke bezeichnet diesen Übergang: Er ist das vollzogene Selbstfühlen als bestimmte Vakanz des nächsten Selbstvollziehens. Er ist bereits ein bestimmtes Resultat, ohne deshalb schon der vollzogene Ausdruck der nächsten eigenen Funktion zu sein.

Das dazugehörige Tun besteht nicht lediglich darin, Gefühle zuzulassen. Es besteht darin, das eigene Selbstfühlen an einem tatsächlichen Ausdruck zu vollziehen und diesen Vollzug nicht vor seiner eigenen Konsequenz abzubrechen.

Hier könnte die Funktion des Täters 2.0 liegen: Ich vollziehe den Größeren durch mein eigenes Tun, nicht um als dieser Größere zu sein, sondern um meinem Selbstschmecken einen konkreten Vollzugszusammenhang zu geben. Die Verkörperung des Größeren ist dabei nicht mein eigenes nächstes Selbst. Sie ist der Ort, an dem sich mein gegenwärtiges Selbstfühlen vollzieht und aus dem mein eigenes Nächstes hervorgehen kann.

Am erkannten Prototypisieren lässt sich dieser Zusammenhang untersuchen.

Ein Gedanke erhält einen prototypischen Ausdruck: eine Setzung, eine Form, eine erste konkrete Ausführung. Diese Setzung ist notwendig, aber sie ist nicht der abschließende Zweck des Prototypisierens. Sie wird hervorgebracht, damit sie verwendet werden kann.

Im Verwenden des Ausdrucks vollziehe und schmecke ich mich selbst. Ich erfahre nicht nur etwas über den Ausdruck, sondern vollziehe an ihm meine eigene gegenwärtige Möglichkeit.

Der Ausdruck wird dabei so weit verwendet, dass die bestimmte Vollzugsmöglichkeit, die er trägt, sich ausschöpft. Sein Zerfall ist in diesem Zusammenhang zunächst funktional zu verstehen: Er hat seine bisherige Aufgabe als Träger dieses noch offenen Selbstvollzugs erfüllt. Dafür muss er weder materiell zerstört werden noch technisch versagen.

Wenn dieses Selbstschmecken sich vollendet, entsteht der Hypothese zufolge der nächste Gedanke: nicht als beliebige Zugabe von außen, sondern als bestimmte Vakanz, die aus dem bisherigen Vollzug hervorgeht.

Der neue Gedanke kann wiederum einen Ausdruck erhalten. Dieser Ausdruck wird zum nächsten Prototyp und damit zum Ort eines nächsten Selbstvollziehens.

Das Ziel des erkannten Prototypisierens ist deshalb nicht, sich in einer hervorgebrachten Setzung festzuhalten. Sein Ziel ist der nächste Gedanke als nächste eigene Vollzugsmöglichkeit.

Selbsterkennen bedeutet in diesem Zusammenhang, den neuen Gedanken nicht nur als plötzlich vorhandenes Ergebnis zu bemerken, sondern sein Hervorgehen als den eigenen Selbstvollzug wiederzuerkennen.

Ich setze den Ausdruck nicht, um in ihm zu bleiben. Ich verwende ihn, um mich an ihm zu Ende zu vollziehen – und darin mein eigenes Nächstes zu ermöglichen.


26.09.2026 © ReckLab.de



Runde zwei. 



Salopp gesagt,

 der Mensch 1.0 dreht sich ausschließlich um seine Durch-vollzüge, einmal als Opfer und einmal als Täter. 

Der Mensch 2.0 dreht sich ausschließlich um seinen Als-Vollzug also sein Selbstschmecken. Dazu verwendet er den Durchhvollzug mit dem Kleineren, um seinen Als-vollzug zu erschließen, und den Durch-vollzug mit dem Größeren, um seinem Als-vollzug einen Hebel zu geben. 



Runde 3. 



Zuerst ein Problem. 


Bei der bisherigen Überlegung taucht der Prototyp als eine Setzung auf, die entsteht aus dem Ausdruckslosen der vorherigen Runde als Startmoment des operativen Selbstvollziehens. 


Damit müsste der Prototyp instantös im Start eines Vollzugs operativ auftauchen. Dies lässt sich auf jeden Fall im ersten Moment empirisch so nicht halten. 


Ein Prototyp ist etwas, das in einem Vollzug entsteht. 



Eine mögliche Lösung wäre, dass der Prototyp entsteht im Vollzug von Täter 2.0. 


Das bedeutet im resultierenden Selbstvollzug, also im Selbstvollzug der eigenen Funktion, also im Selbstschmecken, Selbstfühlen:ich tue mich srlbst, indem ich einen größeren verkörpere. 

Die Ausrichtung ist jedoch das eigene Selbstvollziehen also der Als-Vollzug, also das eigene Selbstfühlen und nicht die Verkörperung des Größeren also der Durch-vollzug. 


Aber vielleicht ist gerade der Durch-vollzug, also das Täter-2.0-Tun, das Tun, das den nächsten Prototyp erschafft. Das gilt es zu untersuchen. 



Runde 4. 


Spannend und neu als Gedanke zum Selbstvollzug, zum selbstFühlen 


Bisher war die Überlegung, dass selbst ein Gefühl als Unmöglichkeit erschafft, was dann der Gedanke darstellt. 


Hier kommt eine neue Idee. 


Beginnen tut das Selbstfühlen mit einem Gefühl, das sich erschöpfend selbst fühlt, zum Gedanken. 




Hier kommt eine nachste neue Idee. 


Als Täter bin ich die Funktion, als Opfer die Struktur. 

Als selbst in der Mitte, also in der als-Funktion bin ich beides: Struktur und Funktion. 


Mensch 1.0: 

Ich = Täter und Opfer 

Als Täter bin ich eigene Funktion und fremde Struktur. 

Als Opfer bin ich eigene Struktur und fremde Funktion.


Mensch 2.0: 

Ich = selbstvollziehen als meine Struktur und als meine Funktion 

Opfer 2.0 ist meine Erschließung, Täter 2.0 mein Hebel dazu. 



In der Täter-Opfer-Beziehung verbraucht das Opfer seinen Prototyp und der Täter erschafft seinen Prototyp. 

Was des Einen sein Verbrauchen seines Prototypes ist, ist des Anderen das Erschaffen seines Prototypes. 



26.09.2026 © ReckLab.de 

 
 
bottom of page