Textabschnitt Website: Das Wesen des Seins, der Existenz
- 3. Juni
- 5 Min. Lesezeit
Was ist Sein?
Die Logik, dass alles Werden ist und dass Sein werdenVakanz bzw. WerdenMangel ist und damit auch Sein geronnene Beziehung darstellt und somit jede Sein eine Form ein Ausdruck von Beziehung ist wird im Menschen 3.0 vollzogen.
Alles Sein ist ein Vollzug im Ausdruck.
Sein ist Werden im widerspechen.
Eine Grundüberlegung
1.0 sieht das Sein (also Objekte) als primär und deren Beziehung als sekundär.
Die funktionelle Logik ist jedoch so: Die Beziehung ist das Primäre, die Objekte, also das Sein, haben als sekundäre Erscheinungsform.
Also nicht Objekte stehen in Bezug zueinander und haben Beziehungen sondern Vollzug als Beziehungen schafft Objekte.
Recherche, was „Beziehung“ eigentlich bedeutet.
Beziehung ist die Vergegenständlichung eines Beziehens — also eines Vorgangs.
Ziehen bedeutet: etwas „hinter sich her in der eigenen Bewegungsrichtung“ fortbewegen;
Der Ursprung ist also:
eine Kraft setzt etwas in Richtung, zieht es, führt es, bringt es an einen Ort.
Nicht Objekte haben Beziehungen.
Beziehung vollzieht sich als Objektbildung.
Sein ist nicht der Ursprung von Beziehung.
Sein ist die sekundäre Strukturform eines primären Beziehungs-Vollzugs.
Beziehung ist nicht das Sekundäre zwischen Seiendem.
Beziehung ist der primäre Vollzug, aus dem Seiendes erscheint.
Nicht Sein tritt in Beziehung.
Beziehung vollzieht sich als Sein.
Alles ist SelbstWerden.
Sein ist die geronnene Vakanz dieses Werdens — WerdenMangel, der als Form erscheint.
Damit ist jedes Sein geronnene Beziehung: Ausdruck eines Vollzugs, der sich als Objekt stabilisiert.
Im Menschen 3.0 wird diese Logik wirksam. Er lebt nicht mehr aus Objekten, die Beziehungen haben, sondern aus Beziehung, die Welt bildet.
Nächste Runde
Was ist ein Sein? Ein Objekt? Ausdruck.
A) Das Entstehen, die Struktur eines Ausdrucks, eines Seins, eines Objekts
Wenn sich Vollziehen n durch Vollziehen n-1 vollziehen lässt, entsteht ein Vollziehen als Ausdruck — das, was wir als Zerfallen oder Entropieren bezeichnen.
Das bedeutet:
Wenn sich relativ Ausdrucksloses n durch relativ Ausdrucksloses n-1 vollziehen lässt, entsteht ein Ausdruck als Entropie.
Diesen Ausdruck bezeichnen wir als Sein, als Objekt.
Damit ist ein Objekt der Ausdruck der Beziehung zwischen relativ Ausdruckslosem n und relativ Ausdruckslosem n-1.
Somit ist jedes Objekt, jedes Sein:
a) Ausdruck von Beziehung,
b) nicht statisch, sondern als Ausdruck von Entropie strukturell gesehen ein Zerfallen.
B) Die Funktion des Ausdrucks, des Seins, des Objekts — als Geburtsorgan des nächsthöheren relativ Ausdruckslosen
Ein Ausdruck, ein Sein, ein Objekt ist nicht das Ende — weder als unveränderlicher Zustand noch als bloß selbstzerfallender Prozess.
Es ist das Geburtsorgan des nächsthöheren relativ Ausdruckslosen.
Wenn sich ein Ausdruck, ein Sein, ein Objekt als Untervollzug, als Träger des Selbstvollziehen, vollziehen lässt, entsteht ein SelbstVollziehen auf nächster Ebene - als relativ Ausdrucksloses.
Das bezeichnen wir als Wachsen oder Emergieren.
Sammlung dazu
Das Objekt ist der entropische Ausdruck einer ausdruckslosen Beziehung und das emergente Geburtsorgan des nächsthöheren Ausdruckslosen.
Sein ist Ausdruck von Werden Beziehung als Zerfallen — und Träger des nächsten Werden.
Objekt ist nicht einfach da. Objekt ist die sichtbare Spur einer unsichtbaren Vollzugsbeziehung.
„Das Objekt vollzieht sich als Zerfall der Beziehung, die es ausdrückt — und eben dieser Zerfall vollzieht sich als Geburt dessen, was es trägt."
„Der Ausdruck trägt das nächste Ausdruckslose nicht, nachdem er zerfällt, sondern indem er zerfällt."
Weierer Formulierungsvorschlag
A — Das Objekt als Ausdruck
Ein relativ Ausdrucksloses n vollzieht sich durch ein relativ Ausdrucksloses n-1. Dieser Vollzug bleibt nicht bei sich, sondern tritt heraus — er vollzieht sich als Ausdruck, und der Ausdruck vollzieht sich, indem er zerfällt. Sichtbarwerden und Zerfallen sind nicht zwei Schritte, sondern einer: die Beziehung zwischen n und n-1 wird sichtbar, indem sie sich verzehrt. Was wir Objekt, Sein, Ding nennen, ist dieser Ausdruck — die sichtbare Spur einer unsichtbaren Vollzugsbeziehung. Darum ist kein Objekt einfach da. Jedes Objekt ist Ausdruck von Beziehung und, als Ausdruck von Entropie, kein Zustand, sondern ein Zerfallen.
B — Das Objekt als Träger
Derselbe Ausdruck ist nicht das Ende — kein ruhender Zustand, kein bloßes Sich-Verzehren. Indem er zerfällt, trägt er: was sich nach unten als Zerfall der Beziehung vollzieht, vollzieht sich nach oben als Trägerschaft. Der Ausdruck vollzieht sich als Untervollzug eines SelbstVollziehen auf nächster Ebene — und eben dieser Vollzug gebiert ein relativ Ausdrucksloses n+1: nicht nachdem der Ausdruck zerfallen ist, sondern indem er zerfällt. Das Objekt zerfällt nicht und gebiert dann; sein Zerfallen ist sein Gebären. Dieses Eine — von unten als Entropie, von oben als Emergenz gelesen — nennen wir Wachsen.
Anmerkungen zur Verbesserung
Diese Version ist logisch sauber und besser. Sie müsste jedoch mit Inhalt von oberer Version ergänzt werden, und zwar darin dass das sich vollzieht.
Sichtbar wird das Wachsen bzw. die Emergenz erst, wenn sie im nächsten Durchgang wieder im Zerfallen erscheint. Dieser Umstand erzeugt das zeitliche Nacheinander von zerfallen und wachsen, was jedoch logisch eine Gleichzeitigkeit ist sich jedoch zeitlich nacheinander zeigt, weil das Wachsen erst im nächsten Durchgang als Entropie wieder sichtbar wird
Emergenz vollzieht sich gleichzeitig mit Entropie, wird aber erst sichtbar, wenn sie im nächsten Durchgang selbst wieder als Entropie erscheint.
Sammlung dazu
Das ist stark, weil du damit drei Dinge gleichzeitig vollziehst:
1. Beziehung wird primär.
Nicht: Es gibt Objekte, und dann stehen sie in Beziehung.
Sondern: Beziehung vollzieht sich — und ihr Ausdruck erscheint als Objekt.
2. Sein wird dynamisiert.
Sein ist kein Zustand, sondern ein entropischer Ausdruck.
Also: Sein ist nicht Ruhe, sondern sichtbares Zerfallen einer Vollzugsbeziehung.
3.0 Zerfall wird umgewertet.
Zerfall ist nicht Ende, Verlust oder bloßer Abbau, sondern die Weise, wie der Ausdruck das nächste Ausdruckslose trägt.
Genau hier sitzt der stärkste Satz:
Der Ausdruck trägt das nächste Ausdruckslose nicht, nachdem er zerfällt, sondern indem er zerfällt.
Ein Objekt ist der entropische Ausdruck einer ausdruckslosen Vollzugsbeziehung — und, indem es zerfällt, das Geburtsorgan des nächsthöheren Ausdruckslosen.
Sein ist zerfallende Werden-Beziehung als Geburtsorgan des nächsten Werdens.
Eine nächste Version als Versuch.
Was ist ein Sein? Ein Objekt? Ausdruck.
A — Das Objekt als Ausdruck
Ein relativ Ausdrucksloses n vollzieht sich nicht unmittelbar. Es lässt sich durch ein relativ Ausdrucksloses n-1 vollziehen.
Indem sich Vollziehen n durch Vollziehen n-1 vollziehen lässt, tritt dieses Vollziehen als Ausdruck hervor. Dieser Ausdruck ist nicht einfach da. Er vollzieht sich, indem er zerfällt.
Sichtbarwerden und Zerfallen sind dabei nicht zwei Schritte, sondern derselbe Vorgang: Die ausdruckslose Beziehung zwischen n und n-1 wird sichtbar, indem sie sich entropisch ausdrückt.
Was wir Objekt, Sein oder Ding nennen, ist dieser Ausdruck: die sichtbare Spur einer unsichtbaren Vollzugsbeziehung.
Darum ist kein Objekt einfach vorhanden. Jedes Objekt ist Ausdruck von Beziehung — und als Ausdruck von Entropie kein Zustand, sondern ein Zerfallen.
B — Das Objekt als Träger
Derselbe Ausdruck ist aber nicht das Ende. Er ist weder ruhender Zustand noch bloßes Sich-Verzehren.
Indem der Ausdruck zerfällt, trägt er. Was sich nach unten als Zerfall der Beziehung vollzieht, vollzieht sich nach oben als Trägerschaft des nächsten SelbstVollziehens.
Der Ausdruck vollzieht sich als Untervollzug eines SelbstVollziehens auf nächster Ebene. Dadurch entsteht ein relativ Ausdrucksloses n+1.
Nicht nachdem der Ausdruck zerfallen ist, sondern indem er zerfällt.
Das Objekt zerfällt nicht und gebiert dann. Sein Zerfallen ist sein Gebären.
Dieses Eine — von unten als Entropie, von oben als Emergenz gelesen — nennen wir Wachsen.
C — Warum Wachsen zeitlich später erscheint
Logisch sind Zerfallen und Wachsen ein einziger Vollzug. Zeitlich erscheinen sie jedoch nacheinander.
Denn das Wachsen selbst ist zunächst relativ ausdruckslos. Sichtbar wird es erst, wenn es im nächsten Durchgang wieder als Ausdruck erscheint — also wenn das relativ Ausdruckslose n+1 sich seinerseits durch n vollziehen lässt und als neue Entropie sichtbar wird.
Darum sieht man zuerst Zerfall und erst später Wachstum.
Doch der spätere Ausdruck ist nicht die nachträgliche Folge des Zerfalls. Er ist die sichtbar gewordene Wahrheit dessen, was sich im Zerfall bereits vollzogen hat.
Nächste Runde
Mensch 1.0 als Ausdruck ist der Ausdruck der Struktur über das Sein. Dies drückt sich als Sehnsucht nach wahrer Liebe aus.
Mensch 2.0 als Ausdruck ist der Ausdruck über die Funktion des Seins. Dies drückt sich als den Prototyp von wahrer Liebe aus.
Mensch 3.0 als Ausdruck ist der Ausdruck über den Vollzug der Funktion des Seins also wie Struktur und Funktion funktionell sich vollziehen. Dies drückt sich als der Vollzug von wahrer Liebe aus.
03.06.2026 © ReckLab.de


