★★★!!! XX Zentrale Idee für die Entwicklungsstufe Mensch 1.0 und Mensch 2.0
- mcreck
- 15. Apr. 2025
- 5 Min. Lesezeit
**Idee:**
Das Besondere am Menschen ist wahrscheinlich, dass jeder Mensch 1.0 das Potenzial hat, sich zu einem Menschen 2.0 zu entwickeln.
Dieses Phänomen, das bei bisherigen Entwicklungsstufen in dieser Form nicht vorkommt, zeigt sich darin, dass aller Mensch 1.0 sich selbst zur nächsten Stufe 2.0 entwickeln kann.
In unserer Vorstellung hat jeder Mensch 1.0 die Möglichkeit, sich in einen Menschen 2.0 zu transformieren. Das ist auf eine ganz besondere Weise einzigartig in der bisherigen Entwicklung des Universums und bleibt dennoch weitgehend unverstanden.
**Idee dazu:**
Die Entwicklung des Menschen 2.0 geschieht im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung von Mensch 1.0 zu Mensch 2.0.
Dabei dient der Mensch 1.0 als Mittel, das jedoch dadurch selbst transformiert wird. Dieser Transformationsprozess bedarf einer genaueren Betrachtung.
**Präzise ausgedrückt:**
- Im Lebendigen dient das Unlebendige zwar als Mittel, wird dabei jedoch nicht selbst verändert. Wenn beispielsweise das Lebendige tote Materie nutzt, um Leben zu erschaffen, bleibt die Materie weiterhin Materie und wird nicht lebendig.
- Beim Menschen scheint dies anders zu sein. Der Mensch 2.0 nutzt den Menschen 1.0 als Mittel für seine Handlungen, wobei der Mensch 1.0 dabei in einen Menschen 2.0 verwandelt wird. Genau das ist das faszinierende Besondere.
- In diesem Prozess könnte ein Prinzip von Einheit und Verschiedenheit verborgen liegen, das erkannt werden muss.
- Wahrscheinlich zeigt sich hier, dass der Ausdruck nicht nur ein Mittel ist, sondern auch eine Ursache. Dadurch wird der rekursive Charakter dieses Vorgangs deutlich.
Das Handeln des Menschen 2.0 zielt darauf ab, dem Menschen 1.0 die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu erlösen. Man könnte sagen, das operative Handeln des Menschen 2.0 dreht sich im Kern um den Menschen 1.0, mit dem Ziel, ihm ein Angebot zu schaffen, durch das er sich selbst erlösen kann.
In diesem Zusammenhang wird die Wahrheit über die Missionsarbeit im Christentum offenbar. Ein zentrales Motiv des Christentums besteht darin, anderen zu ermöglichen, sich selbst zu erlösen, also den Übergang zum Christentum zu vollziehen. Da jedoch die Missionsarbeit keine funktionelle, sondern eine strukturelle Handlung des Menschen 1.0 ist, führt sie letztlich zu Gewalt.
- Der zentrale Prozess des Handelns von Mensch 2.0 ist der unternehmerische Prozess.
- Dabei nimmt der Mensch 1.0 die Rolle des Kunden ein.
- Ein unternehmerischer Prozess kann ohne Kunden nicht funktionieren.
- Im unternehmerischen Prozess liegt der Fehler nie beim Kunden, sondern darin, dass das Angebot noch nicht gut genug ist.
**Feststellung:**
Seit etwa 20 Jahren arbeiten wir an dem Thema Mensch 2.0. Doch bisher scheint es so, als interessiere es den Menschen 1.0 nicht oder er lehnt es sogar ab. Seit zwei Jahrzehnten fragen wir uns: Wann funktioniert es mit den anderen? Das ist ein zentrales Thema für uns.
**Aktuelle Idee dazu:**
Vielleicht beginnt jetzt eine Phase, in der wir mit anderen zusammenarbeiten können. Warum? Weil wir erkannt haben, dass der andere ein essenzieller Teil unseres Prozesses 2.0 ist. Der Mensch 1.0 ist dabei nicht nur ein Bestandteil, sondern ein zentraler Teil des Handelns von Mensch 2.0.
Es ist vergleichbar mit einem Unternehmer, der Kunden braucht – der Kunde ist ein grundlegender Bestandteil seines Handelns. In diesem Bild stellt der Unternehmer den Menschen 2.0 dar, während der Kunde den Menschen 1.0 repräsentiert.
Das bedeutet, das zentrale Handeln des Menschen 2.0 besteht darin, ein Selbsterlösungsangebot für den Menschen 1.0 zu schaffen. Warum? Um dadurch sich selbst zu erkennen.
Zum Vergleich: Beim Unternehmertum des Menschen 1.0 scheint es klar, dass das operative Handeln des Unternehmers auf die Schaffung eines Angebots für den Kunden abzielt. Der Zweck dieses Angebots wird bisher jedoch oft missverstanden. Statt bloßes Geldverdienen liegt der eigentliche Zweck des unternehmerischen Handelns im eigenen Wachstum. Unternehmer und Unternehmen streben danach, zu wachsen, zu prosperieren und sich weiterzuentwickeln. Dieses Wachstum ist letztlich ein Prozess der Selbsterkenntnis.
Die wahre Bedeutung von Geld ist bisher nicht vollständig verstanden. Klar ist jedoch, dass Geld ein notwendiges Mittel für Wachstum ist.
**Unser aktueller Engpass:**
- Es mangelt uns nicht an der Bereitschaft, Angebote für andere zu schaffen.
- Auch die Empathie für andere ist nicht unser Problem.
- Wahrscheinlich fehlt uns jedoch die Selbsterkenntnis bzw. das Selbstverständnis, dass unser Problem letztlich das Problem der anderen ist – ein Problem, das wir erkennen, modellieren und ausarbeiten müssen, um eine Lösung zu entwickeln.
- Unser Problem stellt dabei ein „Über“ über das Problem des anderen dar. Das ist ein Selbstverständnis, an dem wir erst noch arbeiten müssen.
- Solange wir glauben, dass unser Problem nur unser Problem ist, können wir keine Lösung für andere daraus schaffen.
- Uns fehlt das Verständnis, dass Ausdruck immer eine Form der Verschränkung ist.
Das Grundproblem ist vermutlich ein fehlendes Selbstverständnis des eigenen Ausdrucks und damit auch des Ausdrucks im Allgemeinen. Ausdruck scheint immer eine Einheit von uns und dem anderen zu sein. Es bleibt jedoch unklar, ob der Ausdruck, der durch Mensch 2.0 entsteht, letztlich eine größere Autonomie besitzt.
Bisher haben wir stets postuliert, dass das resultierende Tun des Menschen 2.0 unternehmerisches Handeln ist. Warum das so ist, war uns bisher nicht vollständig klar.
Bislang haben wir dies hauptsächlich darauf gestützt, dass unternehmerisches Handeln schöpferisches Handeln ist. Allerdings hätte ebenso das resultierende Handeln das Handeln eines Künstlers sein können.
Das Besondere am unternehmerischen Handeln ist jedoch, dass es explizit für einen Kunden ausgeführt wird – etwas, das ein Künstler nicht tut, da er sonst kein Künstler mehr wäre.
Nun zeigt sich, dass dies ein zentraler Aspekt des Tuns des Menschen 2.0 ist: Sein Handeln dreht sich um seinen Kunden, also um den Menschen 1.0, dem er ein Angebot unterbreitet, durch das dieser sich transformieren kann. Dies bildet die zentrale Idee des Unternehmens.
In unserem bisherigen Tun stellen wir fest, dass wir alles, was wir entwickeln, im Grunde für uns selbst entwickeln. Unsere Erkenntnisse sind für uns, unser Essen ist für uns, unser Unterwegssein ist für uns, unsere Kleidung ist für uns – und so weiter.
Wie passt das mit den oben genannten Gedanken zusammen, dass das Tun des Menschen 2.0 darin besteht, ein Produktangebot für den Menschen 1.0 zu schaffen?
**Logik dazu:**
Bisher entwickeln wir Lösungen für unsere eigenen Probleme und haben nicht erkannt, dass unser Problem das Problem des anderen ist – ein Problem, das bei uns als „Über“ über das Problem des anderen existiert. Damit ist jede unserer Entwicklungen letztlich immer eine Entwicklung für ein Problem des Menschen 1.0. Das war uns bisher einfach nicht bewusst. Ein Stückchen klarer wurde es, als wir erkannten, dass alles, was wir entwickeln, eigentlich ein Angebot für den Menschen 1.0 darstellt.
**Idee:**
Wir als Menschen 2.0 teilen das Problem mit dem Menschen 1.0.
Der Mensch 1.0 hat das Problem, dass sein Wesen von Grund auf mangelhaft ist.
Wir als Menschen 2.0 haben wiederum das Problem, dass unser Angebot zur Lösung des Problems des Menschen 1.0 – also zur Behebung seiner Wesensmangelhaftigkeit – mangelhaft ist.
Unser Engpass liegt darin, ein Selbstverständnis für diesen Unterschied zu haben.
04.2025 © ReckLab


