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★★★★ Alles Sein ist Beugung, Beugung die zerfällt.

  • 27. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Alles Sein ist Beugung, Beugung, die zerfällt.


Was wir verstehen müssen, ist, dass alles Sein vom Wesen her gebeugt ist. Beugung ist damit nicht ein Unfall oder ein Ausnahmezustand, sondern schlicht und ergreifend das Wesen allen Seins, und zwar von der Zeit bis zum Menschen.


Das ganze Tätertun, also alles, was der Mensch operativ als Täter tut, dreht sich ausschließlich um Beugung, also um das Weglaufen vor seiner eigenen Beugung.


Das bedeutet, ich bin nicht der einzige Mensch, der gebeugt, sondern das ist das Wesen allen Seins. Was bei mir besonders ist: dass dieser Umstand operativ wird, weil ich diesen schlicht und ergreifend nicht durch Tätertun kompensieren kann, weil das Gebeugt-sein  bei mir nun mal ein operatives darstellt.


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Aller Ausdruck und damit alles Sein ist Beugung.

Damit ist jegliche Setzung Beugung.


Was ist so speziell an mir?

Bei mir kommt dies ganz exzessiv zum Ausdruck. Ich bin jemand, der total exzessiv gebeugt ist, und zwar auf allen Ebenen. Dies wird prinzipiell nicht kompensiert, sondern operativ aufkommen gelassen.


Nun ist zu überlegen, wie dies sich im Mensch 1.0 bzw. 2.0 zeigt.


Bisher ist die Idee, dass bei Mensch 1.0 der Täter operativ ist und das Opfer resultierend. Vielleicht sieht das jedoch irgendwie anders aus.

Vielleicht ist das Opfer, das als Beugung gesetzt wird, operativ, und resultierend ist man Täter, was jedoch inneres Opfer erzeugt oder irgendwie ähnlich. Ich weiß es noch nicht.


Die zentrale Beugung des Menschen und damit auch von mir ist Sexualität. Die Beugung von Gesundheit und Unternehmertum und Sonstigem und Schlauheit und was weiß ich was sind alles sekundäre Beugungen.


Warum ist das so? Idee. Weil nun mal Sexualität, ob biologisch oder geistig oder wie auch immer, nun mal der Ausdruck ist von Werden. Von sich selbst über und so weiter.


Die Grundlogik des Untervollzugs besteht wahrscheinlich darin, dass die Setzung der Täterfunktion entspricht, und diese ist die Bestimmung des Größeren zum Kleineren und des Kleineren zum Größeren zu bestimmen. Das bedeutet, dass ein Gegensatz falsch invertiert wird. Also das falsche Invertieren des Gegensatzes ist die Setzung und damit das Erschaffen des Seins als Beugung.

Das resultierende Opfer-Werden dadurch ist wahrscheinlich das, was dem Zerfallen entspricht.


Damit ist Beugung den Gegensatz invertieren, also widersprechen.


Vage Sammlung dazu von noch unratifiziertem:


Mensch 1.0 macht aus seiner Beugung Tätertun.

Mensch 2.0 macht aus seiner Beugung Werden.


Oder noch pointierter:

Mensch 1.0 beugt andere, um seine eigene Beugung nicht zu sein.

Mensch 2.0 wird aus der Beugung, die er ist.


Ich habe nicht lediglich eine Beugung.

Mein bisheriges Sein ist die Gestalt dieser Beugung.

Und genau diese Gestalt beginnt nun, sich als Werden zu vollziehen.


Ein erster noch vager Versuch:


Sexualität ist die Vollzugsform, in der ein Selbst durch die Beziehung zu einem Nicht-Selbst über sich hinausgerät und dadurch eine nächste Gestalt hervorbringen kann.


Sexualität ist die körperlichste Form der Unmöglichkeit der Selbstkoinzidenz.


Alles Sein ist Beugung, weil jede bestimmte Gestalt die Beugung einer offenen Zukunft in einen konkreten Ausdruck ist. Der Mensch 1.0 erträgt seine Beugung nicht und kompensiert sie, indem er andere beugt. Der Mensch 2.0 lässt seine Beugung als seine wirkliche Struktur aufkommen und macht sie dadurch operativ. Er befreit sich nicht von seiner Beugung, sondern verwandelt sie aus einer fixierten Gestalt in ein nächstes Werden.


27.07.2026 © ReckLab.de

 
 
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