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Beziehung Mensch 2.0 Gott 6.0

  • martinreck
  • 14. Mai 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Zum Vergleich: Beziehung Mensch 1.0 – Gott 5.0

Die Beziehung ist geprägt von Getrenntheit und Widerspruch.

Gott erscheint als allwissendes, den Menschen bestimmendes Wesen – doch diese Bestimmung erweist sich als falsch, da sie den Menschen auf eine passive Rolle reduziert.

Der Widerspruch zwischen Mensch und Gott wird verdrängt, nicht erkannt – und wirkt deshalb trennend.


Beziehung Mensch 2.0 – Gott 6.0

In der Beziehung zwischen Mensch 2.0 und Gott 6.0 wird der Widerspruch nicht aufgehoben, sondern bewusst angenommen.

Gott ist nicht allwissend und kann den Menschen weder im Guten noch im Schlechten eindeutig bestimmen. Diese Unbestimmtheit ist kein Mangel, sondern die Bedingung für eine schöpferische Beziehung.

Gott ist selbst ein schöpferisches, sich konstruierendes Wesen – und bringt diese Selbstkonstruktivität im Menschen 2.0 zum Ausdruck.

Der Mensch wiederum erkennt sich als Mit-Schöpfer: im kreativen Tanz mit dem göttlichen Anteil in sich selbst.

In diesem Tanz erfährt sich das Göttliche nicht als fertige Wahrheit, sondern als dynamischer, widersprüchlicher Prozess der Selbsterkenntnis.

Der Widerspruch zwischen Mensch und Gott wird so zur logischen Notwendigkeit: Er begründet die Möglichkeit gemeinsamer Selbstschöpfung.

Mensch und Gott sind keine Gegensätze mehr, sondern sich bedingende Pole eines einzigen schöpferischen Prozesses.

Fazit Mensch 2.0 und Gott 6.0 bilden eine paradoxe Einheit – verbunden im schöpferischen Widerspruch. Dieser Widerspruch trennt nicht, sondern ist die logische Voraussetzung ihrer gemeinsamen Selbst-Erkenntnis. Im kreativen Tanz entsteht eine Wirklichkeit, in der sich Mensch und Gott als Ausdruck derselben schöpferischen Bewegung begreifen.


14.05.2025 © ReckLab

 
 
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