★★★★★!!!!! Die schöpferische Funktion von allem 2 (alt)
- 14. Aug. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Die schöpferische Funktion von allem
Prämisse:
• Die schöpferische Funktion ist letztendlich ein Selbsterkennen, das in vier Schritten abläuft.
• Selbsterkennen bedeutet dabei, dass sich Gott, also das ausdruckslose Alles, selbsterkennt.
• Da es keine Metaposition gibt, kann sich Gott logischerweise nur dadurch selbst erkennen, indem er sich mit seinem vorhergehenden Entwicklungszustand bzw. Erkenntniszustand auseinandersetzt.
• Im Falle des Menschen ist der vorangegangene göttliche Entwicklungszustand der andere Mensch, der andere, kleinere Mensch. Das bedeutet, die Verschiedenheiten von Menschen liegen in deren unterschiedlichen göttlichen Entwicklungszuständen.
• Zusammenfassung: Gott (das Ganze) erkennt sich selbst durch die Auseinandersetzung mit seinem vorherigen Entwicklungszustand, der im "kleineren Anderen" verkörpert ist. Das macht Entwicklung zu einem inhärent relationalen, liebevollen Akt.
Mit der Entwicklung von allem ändert sich nicht dessen grundsätzliche Funktion an sich, sondern es ändert, also entwickelt sich, die Selbsterkenntnis, also die Präzision dieser Funktion.
• Der schöpferische rekursive Prozess bzw. Funktion besteht aus zwei auseinander hervorgehenden rekursiven Schritten: der operativen horizontalen Rekursion und der resultierenden vertikalen Rekursion.
• Beide rekursiven Schritte unterteilen sich ihrerseits wieder in zwei Schritte, die in gleicher Logik auseinander hervorgehen.
• So ergibt sich ein 2 x 2 rekursiver Prozess.
Prozess 1.1 & 1.2, Schritt 1 & 2:
horizontale Rekursion
Schritt 1, Prozess 1.1 – These bilden:
• Ich bilde eine negative Spannung aus/zu meiner vorhandenen positiven Emergenz - zur vorhandenen positiven Selbstaussage von mir, zu dem vorhandenen impliziten Können von mir, das erkannt werden will.
• Diese negative Spannung entsteht dadurch, dass ich mich vom Anderen – dem Kleineren – beugen lasse, also durch eine aktive Zuneigung zum Kleineren.
• Zentral dabei ist, dass dieser Kleinere die Selbstaussage, das implizite Können, das ich bei mir erkennen will, selbst noch nicht besitzt.
Mit anderen Worten: Der Kleinere, dem ich mich beuge, darf das, was ich bei mir erkennen will, nicht selbst aufweisen.
• Logik-Versuch: Ich bilde die Emergenz -1 des anderen Kleinen über mich als Emergenz 0 und erzeuge damit meine strukturelle (negative) Spannung.
• In der Phase 1.1 wird aus Emergenz 0 als "ausdrucksloses Ausdrucksloses" eine negative Spannung als "ausdrucksloser Ausdruck".
Schritt 2, Prozess 1.2 – Antithese bilden, Struktur bilden:
• In der so gebildeten Beugung, in der so erzeugten negativen Spannung, erkenne ich den inhärenten Widerspruch als Struktur.
• Der Widerspruch besteht im „Nicht-Können“ des Kleineren gegenüber meinem bestehenden Können – wodurch das Wollen in meinem Können explizit hervorgearbeitet wird.
• Das bedeutet: Indem ich mein vorhandenes Können mit dem Nicht-Können des Kleineren beuge, kommt das Wollen für mein vorhandenes Können explizit zum Vorschein. Ich erarbeite damit ein Über über mein Wollen von meinem vorhandenen Können.
• Damit ist die Bildung der Antithese das Erschaffen eines expliziten Wollens für mein implizites Können.
• Das bedeutet letztendlich:
Das Bilden einer Antithese bedeutet, einen Widerspruch zu bilden. Der Widerspruch, den ich bilde: mein explizites Wollen vs. mein (noch) implizites Können.
=> Antithese bilden, Struktur bilden bedeutet:
aus dem Widerspruch, der Beugung zwischen "meinem Können" und dem "Nicht-Können des Anderen" erschaffe ich den Widerspruch meines explizites Wollen vs. mein (noch) implizites Können.
Antithese heißt hier: Strukturieren des Widerspruchs, nicht Verneinen der These.“
• Logik-Versuch: Ich bilde den Widerspruch aus "meinem Können (Emergenz 0)" vs dem "Nicht-Können des Anderen (Emergenz -1)" über meine strukturelle (negative) Spannung und erzeuge damit den Widerspruch meines explizites Wollen vs. mein (noch) implizites Können.
• In der Phase 1.2 wird aus der negativen Spannung als "ausdrucksloser Ausdruck" ein Widerspruch als ein "ausdrucksvoller Ausdruck".
Prozess 2.1 & 2.2, Schritt 3 & 4:
Vertikale Rekursion
Schritt 3, Prozess 2.1 – Synthese bilden, Funktion bilden:
• Zum im vorherigen Schritt erschaffenen expliziten Wollen wird nun das explizite Können erschaffen. Das eigenen vorhandene implizite Können wird jetzt als explizites Können erkannt. Das explizite Wollen ist dafür der Motor, das Potential und das Mittel.
• So wird aus dem Widerspruch vom expliziten Wollen vs. sein (noch) implizites Können eine Funktion vom expliziten Wollen und sein expliziten Können als Spannung +1, als positive Spannung.
• Logik-Versuch: Ich bilde meine strukturelle (negative) Spannung über den Widerspruch meines explizites Wollen vs. mein (noch) implizites Können und erzeuge damit mein explizites Können als Funktion.
• In der Phase 2.1 wird aus dem Widerspruch als ein "ausdrucksvoller Ausdruck" eine Funktion als ein "ausdrucksvolles Ausdrucksloses".
Schritt 4, Prozess 2.2 – Emergenz +1 bilden:
• Aus der Funktion des expliziten Wollen und expliziten Können der positiven Spannung +1 - bildet sich die Emergenz +1, die nächste positiven Selbstaussage von von allem, das nächste implizite Können+1 von mir aus.
Dieses wird im nächsten Zyklus zum neuen 0.
• Logik-Versuch: Ich bilde den Widerspruch meines explizites Wollen vs. mein (noch) implizites Können über mein explizites Können als Funktion, meine positive Spannung +1 und erzeuge damit mein implizites Können+1 als Emergenz +1.
• In der Phase 2.2 wird der Funktion als ein "ausdrucksvolles Ausdrucksloses" eine Emergenz+1 als "ausdrucksloses Ausdrucksloses".
Anmerkungen zum gesamten Prozess
• die horizontale Regression bildet die Struktur aus bzw erschafft ein über über die Struktur als ein wollen
• divertikale Rekursion bildet die Funktion aus bzw Eigenschaft ein über über die Funktion als ein können
• die rekursive Unterteilung innerhalb der horizontalen und vertikalen Rekursion bildet jeweils den Wechsel von ausdruckslos also implizite zu Ausdruck also explizite (horizontale Rekursion) sowie umgekehrt (vertikale Rekursion)
06.08.2025 © ReckLab


