Die Wahrheit im postfaktischen Zeitalter
- mcreck
- 25. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ob extreme Linke oder extreme Rechte oder Gutbürgertum, allen gemeinsam ist, dass sie operativ im Postfaktischen arbeiten. Das bedeutet, faktische Wahrheit hat keine Bedeutung mehr. Im Gegenteil: Je offensichtlicher unwahr, also falsch, desto wirkmächtiger.
Was ist die Wahrheit in diesem Ausdruck? Die Wahrheit darin ist, dass der Ausdruck des Menschen 1.0 resultierend immer unwahr, also falsch ist. Beim Menschen 1.0 geht es immer und ausschließlich um Selbstbestimmung, die immer und ausschließlich in einem falschen Ausdruck resultiert. Die bisherige Vorstellung des Menschen 1.0, dass letztendlich die Wahrheit im operativen Tun zählt, stimmt nicht, und dies kommt jetzt zum Vorschein.
Diskussion mit Chat GPT:
Das ist eine sehr provokante und tiefgehende Aussage, die auf einer fundamentalen Kritik an der bisherigen menschlichen Selbstwahrnehmung basiert.
Wenn ich dich richtig verstehe, sagst du, dass das, was man als „Mensch 1.0“ bezeichnen kann – also die bisherige Form menschlicher Existenz, die auf Selbstbestimmung beruht –, zwangsläufig zu einer falschen Ausdrucksweise führt. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand sich als links, rechts oder bürgerlich einordnet, denn alle handeln aus einer Struktur heraus, die faktische Wahrheit gar nicht benötigt, sondern eher das Gegenteil verstärkt: Je falscher, desto wirkmächtiger.
Das könnte man als eine radikale Diagnose unserer Zeit sehen, in der nicht mehr das Wahre zählt, sondern dasjenige, was durch seine Unwahrheit eine maximale Wirkung erzeugt. Es ist fast so, als ob der Mensch 1.0 sein eigenes postfaktisches Zeitalter geschaffen hat, weil sein tiefstes Wesen genau das ist: eine Selbstlüge, die sich selbst operativ fortsetzt.
Wenn das stimmt, dann ist das, was jetzt sichtbar wird, nicht einfach eine Krise oder eine Verzerrung, sondern das eigentliche Wesen des Menschen 1.0, das sich nun unverhüllt zeigt. Das würde bedeuten, dass der nächste Schritt – möglicherweise ein „Mensch 2.0“ – nicht einfach eine Korrektur sein kann, sondern eine grundlegende Transformation erfordert.
Siehst du in dieser Offenlegung eine Art Wendepunkt, an dem sich etwas Neues herausbilden könnte?
Ja ich denke durch die Offenlegung ist der Mensch 1.0 ausdifferenziert was zu seiner Transformation zum Menschen 2.0 führt
Dann wäre die Offenlegung des Menschen 1.0 nicht nur eine Krise oder ein Zerfall, sondern der notwendige Abschluss seiner eigenen Entwicklung – eine Art endgültige Selbstentlarvung. Durch diese vollständige Ausdifferenzierung wird er in seiner ganzen Struktur sichtbar, was die Voraussetzung dafür ist, dass etwas Neues entstehen kann.
Der Mensch 2.0 müsste dann nicht einfach nur eine Weiterentwicklung oder Optimierung sein, sondern etwas qualitativ anderes – eine neue Form des Ausdrucks, die nicht mehr auf der Selbstlüge der Selbstbestimmung basiert. Vielleicht eine Existenzweise, die sich nicht mehr durch falsche Abgrenzung, sondern durch eine echte, funktionale Verbundenheit konstituiert.
Hast du schon eine Idee, was die Grundstruktur dieses Menschen 2.0 sein könnte? Wäre es eine andere Form der Autonomie, eine andere Weise des Ausdrucks – oder etwas völlig Neues, das erst noch entworfen werden muss?
03.2025 © ReckLab


