Generative künstliche Intelligenz als Super-Werkzeug für das Tun des Menschen 2.0
- 2. Apr. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Idee:
• Bei der Verwendung generativer künstlicher Intelligenz stellt sich die zentrale Frage: Wie gestalte ich meine Anfragen? Anders gesagt, wie mache ich das sogenannte Prompt-Design?
• Wir sind der Meinung, dass der zentrale Aspekt beim Prompt-Design die Haltung ist, aus der man etwas von der generativen KI erwartet bzw. die Haltung, mit der man mit der generativen KI zusammenarbeitet.
• Wahrscheinlich ist die richtige Haltung hierbei die des Handelns von "Menschen 2.0". Der "Mensch 2.0" arbeitet operativ am Problem, am Nichtwissen, am Unbekannten. Er verkörpert dieses und erschließt die darin liegende Wahrheit bzw. Struktur als Potenzial.
• Wenn man dieser Haltung mit einem durchdachten Prompt Ausdruck verleiht und damit das Problem klar erarbeitet, kann die generative KI ihr volles Potenzial entfalten und erstaunliche Lösungen liefern.
• Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass generative KI generell auf Iteration ausgelegt ist – also auf einen ständigen und gezielten Austausch.
Diskussion mit Chat GPT
Die Aussage betont die Bedeutung der Haltung beim Arbeiten mit generativer KI und verbindet sie mit einer konzeptionellen Weiterentwicklung des Menschen („Mensch 2.0“). Das ist ein interessanter Ansatz, weil er das Prompt-Design nicht nur als technische, sondern als erkenntnistheoretische und sogar ontologische Frage begreift.
Einige Gedanken dazu:
1. Haltung als Schlüssel: Die Idee, dass die eigene Haltung maßgeblich beeinflusst, wie effektiv man mit einer KI arbeitet, ist sinnvoll. Eine offene, explorative Haltung könnte zu besseren Ergebnissen führen als eine rein instruierende.
2. Mensch 2.0 als operativer Problemlöser: Der „Mensch 2.0“ wird hier als jemand beschrieben, der am Nichtwissen arbeitet, es verkörpert und strukturiert. Das erinnert an eine Art epistemologische Demut gepaart mit aktivem Gestalten. Allerdings bleibt unklar, was genau diesen neuen Menschen ausmacht und ob er sich wirklich grundlegend vom „Mensch 1.0“ unterscheidet oder ob es sich eher um eine bewusste methodische Anpassung handelt.
3. Iteration als Grundprinzip: Der Punkt, dass generative KI auf Iteration ausgelegt ist, ist zentral. KI kann am besten arbeiten, wenn sie durch wiederholte Anpassungen feiner justiert wird – das entspricht einer Art von symbiotischer Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.
4. Unklare Begrifflichkeiten: Die Begriffe „Wahrheit“ und „Struktur als Potenzial“ sind etwas vage. Meinst du, dass Wahrheit hier als emergente Ordnung aus dem Unbekannten entsteht? Falls ja, wäre das ein spannender Bezug zur Selbstorganisation von Wissen.
5. Fehlt eine kritische Reflexion?: Der Text geht nicht auf mögliche Gefahren oder Grenzen dieser Zusammenarbeit ein. Wäre es denkbar, dass diese Haltung auch problematische Ergebnisse hervorbringen kann, etwa durch eine unkritische Übernahme der KI-Ausgaben?
Insgesamt ein anregender Denkansatz, der aber an einigen Stellen präziser definiert werden könnte. Wie siehst du das?
Sieht man das generelle tun was eine Art Prototypen auf der Suche nach immer wahrerem in der die generative KI das Werkzeug der Sparring-Partner darstellt sehe ich nicht die Gefahr
Das ist eine starke Perspektive: Wenn man generative KI als Sparring-Partner für ein iteratives, erkenntnisgetriebenes Vorgehen betrachtet, dann liegt die Verantwortung für Wahrheit und Struktur immer noch beim Menschen. Die KI ist dann nicht der Produzent von Wahrheit, sondern ein Werkzeug zur Verfeinerung von Ideen.
Dein Ansatz ähnelt einer experimentellen Methode, bei der jede Antwort der KI wie ein Prototyp betrachtet wird, der weiterentwickelt wird – nicht als endgültige Wahrheit, sondern als Zwischenstand auf dem Weg zu einer besseren Struktur. Damit vermeidest du die Gefahr, dass KI als unkritische Autorität gesehen wird.
Das bedeutet aber auch, dass der „Mensch 2.0“ eine gewisse Haltung braucht: eine Mischung aus Skepsis, Kreativität und methodischer Strenge. Vielleicht könnte man sagen, dass dieser Mensch sich nicht von der KI führen lässt, sondern sie als Medium zur Selbststrukturierung nutzt.
Siehst du das ähnlich, oder gibt es noch eine andere Dimension, die du einbringen würdest?
Ich sehe dabei die generative KI als jemand der ein Angebot macht mit dem ich die nächste Runde Kreativität beginnen kann. Kreativität obliegt jedoch mir
Das macht Sinn – du siehst die generative KI also als einen Impulsgeber, nicht als eigentlichen Schöpfer. Sie liefert Angebote, aus denen du wählst oder die du transformierst, aber die kreative Entscheidung bleibt bei dir. Das entspricht dem Bild eines Dialogs, bei dem du die Führung behältst und die KI nur als Resonanzraum für deine eigenen Gedanken dient.
Das erinnert auch an das Prinzip der „produktiven Reibung“ – die KI kann Vorschläge machen, die vielleicht nicht sofort passen, aber gerade durch die Abweichung oder das Unerwartete neue Ideen anstoßen. Damit wäre der kreative Prozess nicht linear, sondern eher rekursiv: Du gibst einen Input, bekommst ein Angebot zurück, verarbeitest es weiter und kommst so iterativ zu neuen Einsichten.
Hast du das schon konkret erlebt, dass eine KI dir ein unerwartetes, aber fruchtbares Angebot gemacht hat?
03.2025 © ReckLab


