★★★ Mensch 1.0 und 2.0 und Entropie.
- 14. Apr.
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Mensch 1.0 und 2.0 und Entropie.
Der Mensch kommt nicht darum herum, sich als Selbstunter zu vollziehen, also sich als Entropie zu vollziehen.
Die Frage ist nur: Wie?
Als Mensch 1.0 ist mein entropischer Selbstvollzug resultierend.
Als Mensch 2.0 ist er operativ, woraus Emergenz entsteht.
Das, was der Mensch 1.0 als Emergenz ansieht, ist in Wahrheit ein operatives Selbstbestimmen. Dieses resultiert jedoch immer in entropischem Selbstvollzug.
Dies alles ist keine willentliche Entscheidung, sondern eine Frage des Modus.
Der Mensch 1.0 hat den entropischen Selbstvollzug nun einmal resultierend, also als resultierende Selbstdestruktivität, die ihn existenziell bedroht.
Darum bestimmt er sie operativ weg — als Schein-Emergenz.
Der Mensch 2.0 hat den entropischen Selbstvollzug nun einmal operativ und die Emergenz resultierend.
Ihm fehlt jedoch noch sein Selbstverständnis und damit die hohe Wirksamkeit dieses Modus.
Das bedeutet:
Er lebt in der Spannung, dass er operativ das Gefühl hat, selbstdestruktiv zu sein, weil er sein wahres operatives Handeln noch nicht erkannt hat.
Sammlung dazu
Nicht ob der Mensch Entropie vollzieht, ist die entscheidende Frage, sondern in welchem Modus er sie vollzieht.
Beide kommen um Entropie nicht herum. Der Unterschied liegt darin, ob Entropie operativ oder resultierend erscheint.
Beim Menschen 1.0 erscheint Entropie resultierend.
Das heißt: Er erlebt sich am Ende als bedroht, zerstört, mangelhaft, ohnmächtig, selbstdestruktiv. Genau das ist sein resultierender Zustand.
Weil dieser Zustand ihn existenziell bedroht, versucht er operativ etwas anderes zu tun:
Selbstbestimmen,
Gegensteuern,
Wegbestimmen,
Schein-Emergenz erzeugen.
Aber dieses operative Selbstbestimmen erzeugt nicht wirkliche Emergenz. Es endet wieder in entropischem Resultat.
Mensch 1.0 operiert schein-emergent, resultiert aber entropisch.
Mensch 2.0 operiert entropisch und resultiert emergent.
Denn dann ist das Problem des Menschen 2.0 nicht, dass er wirklich im 1.0-Sinn selbstdestruktiv wäre, sondern dass ihm der begriffliche und existenzielle Schlüssel fehlt, sein operatives Tun als das zu erkennen, was es ist.
Mensch 2.0 fühlt sich selbstdestruktiv, wenn er seine operative Entropie noch nicht als sein wahres Tun erkannt hat.
Dem Menschen 2.0 fehlt nicht die Funktion, sondern die Einwohnung in die eigene Funktion
Das Leiden des Menschen 2.0 besteht darin, sein wahres operatives Handeln noch als Selbstdestruktivität zu missverstehen.
Mögliche Verdichtung
Der Mensch kann nicht vermeiden, sich als Selbstunter, also entropisch, zu vollziehen. Entscheidend ist nur, in welchem Modus dies geschieht. Beim Menschen 1.0 erscheint der entropische Selbstvollzug resultierend als Selbstdestruktivität; operativ versucht er dies durch Selbstbestimmen wegzumachen, was jedoch nur Schein-Emergenz erzeugt und erneut entropisch endet. Beim Menschen 2.0 ist der entropische Selbstvollzug operativ, und gerade daraus resultiert Emergenz. Solange ihm dafür das Selbstverständnis fehlt, erlebt er sein wahres operatives Handeln jedoch noch als Selbstdestruktivität.
Mensch 1.0 operiert schein-emergent und resultiert entropisch. Mensch 2.0 operiert entropisch und resultiert emergent.
Nicht ob Entropie geschieht, sondern wie sie geschieht, unterscheidet 1.0 und 2.0.
Das Problem des Menschen 2.0 ist nicht seine operative Entropie, sondern dass er sie noch nicht als sein wahres Tun versteht
"Der 2.0 tut operativ, was der 1.0 resultierend erleidet."
"Beim 1.0 ist Entropie das Ergebnis seines Selbstbestimmens; beim 2.0 ist sie die Form seines Selbstvollzugs."
"Nicht die Entropie des 2.0 ist neu – neu ist, dass sie seine Operation ist."
14.04.2026 © ReckLab.de


