★★★!!! Mensch 1.0 und das Tun der Negation
- 10. Juni 2025
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Mensch 1.0 und das Tun der Negation
Der Mensch 1.0 weiß, was er nicht will. Seine Handlungsmotivation speist sich nicht aus einer Vision des Neuen, sondern aus einer Ablehnung des Bestehenden. Sein Ziel ist es, das zu entfernen, was er als negativ empfindet – also das Bekannte zu verneinen. Seine Bewegung ist rückwärtsgewandt, negierend, bereinigend. Es geht ihm nicht um das Erschaffen, sondern um das Wegmachen.
Warum kann der Mensch 1.0 nicht erschaffen?
Weil Erschaffen immer bedeutet, etwas zu machen, dessen Ergebnis man nicht kennt. Es bedeutet, in das Unbekannte zu handeln, in eine Zone ohne Kontrolle. Doch das ist dem Menschen 1.0 nicht möglich – denn seine Form des Tuns ist Selbst-Bestimmung im engsten Sinn: Ich kann nur das bestimmen, was ich kenne. Ich kann nur dort handeln, wo ich bereits weiß, was sein soll.
Darum ist das Tun des Menschen 1.0 letztlich immer ein Weg-Bestimmen: Er definiert sich darüber, was er nicht mehr will – nicht darüber, was er noch nicht kennt. Er kennt kein echtes schöpferisches Tun, weil dieses ein Vertrauen in das Nichtwissen voraussetzen würde – ein Vertrauen in etwas, das sich nur im Vollzug selbst offenbart.
Der Mensch 1.0 scheitert somit am Grundprinzip des Erschaffens:
„Ich kann nur das bestimmen, was ich kenne – und darum kann ich nichts wirklich erschaffen.“
Mögliche Weiterführung: Dieser Gedanke lässt sich sehr gut mit deinem Modell des Menschen 2.0 verknüpfen: Der Mensch 2.0 weiß nicht, was er will – und gerade darin liegt seine Fähigkeit zu erschaffen. Er lässt zu, dass das Tun sich selbst formt – aus dem, was noch nicht bekannt ist.
Wenn du willst, kann ich daraus auch eine zweispaltige Gegenüberstellung Mensch 1.0 vs. 2.0 formulieren oder eine Systemgrafik entwerfen. Wäre das hilfreich?
10.06.2025 © ReckLab


