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Next Level Grundlogik 12:

  • 5. Juli
  • 4 Min. Lesezeit


Next Level Grundlogik 12: 


Erste Runde 


Ein Selbstvollzug benötigt zwei Mindestbedingungen.

Ohne Selbst-Nicht-Koinzidenz — also ohne Selbst-Verschiedenheit als Gegensatz — ist Selbstvollziehen nicht möglich.

Etwas, das in Selbstdeckung steht, kann sich nicht selbst vollziehen.

Ein Selbst-Gegensatz ist jedoch zunächst Ruhe, während Selbstvollziehen ein Tun ist. Also braucht es einen Motor; es braucht ein Tun.

Dieses Tun ist der Widerspruch, wobei Widerspruch bedeutet: Eine Nicht-Koinzidenz wird auf eine Ebene gezwungen und dadurch zur Unmöglichkeit.

Das bedeutet: Selbstvollziehen muss ein Gegensatz sein — und zwar ein Gegensatz aus Gegensatz und Widerspruch.

Der zentrale Kniff dabei ist, dass der Gegensatz doppelt vorkommt: einmal als Beziehung zwischen den beiden Polen und einmal als einer der Pole selbst. Genau darin liegt die Rekursion beziehungsweise Selbst-Rekursion des Ganzen. 

Diese Doppelstellung des Gegensatzes muss noch genauer verstanden werden.


Der Gegensatz ist dabei die Funktion des Selbstvollziehens und der Widerspruch ist die Struktur als Antrieb. 


Oder alternativ: Der Gegensatz ist die ausdruckslose Funktion des Selbstvollziehens; der Widerspruch ist die strukturelle Form, in der diese Funktion zum SelbstAntrieb wird.




Der Gegensatz ist dabei dasjenige, das aus dem Widerspruch hervorgegangen ist. D.h. das Ganze beruht nicht auf zwei Bedingungen, sondern auf einer Bedingung, einem Widerspruch, der sich zum Gegensatz entfaltet. und dadurch die Funktion des Selbstvollziehens bildet 



Zur Doppelstellung des Gegensatzes 


Zentral zum Gegensatz ist, dass dieser keine polare Struktur aufweist, sondern eine Schachtelung ist. Wahrscheinlich ist der Umstand, dass Gegensatz einerseits pzol ist und andererseits das Wesen der Beziehung genau dasjenige ist, das der Schachtelung entspricht 


Noch vage Versuche:

>  Der Gegensatz enthält sich selbst als Moment seiner eigenen Vollzugsform.




Sammlung


Der Selbstvollzug ist der Gegensatz, der sich durch seinen Widerspruch vollzieht.


Der Gegensatz ist keine polare Struktur, sondern eine Schachtelung.



Selbstvollzug ist die Selbstschachtelung des Gegensatzes: Der Gegensatz steht sich selbst als Widerspruch gegenüber und vollzieht sich dadurch.


Der Selbstvollzug ist der Gegensatz, der sich durch seinen eigenen Widerspruch vollzieht.




Nächste Runde. 



Vielleicht ist alles bzw. tut alles: die selbstrekusive Entfaltung des Widerspruchs zum Gegensatz. 


Das bedeutet für die ersten zwei Zyklen des Universums:

Der Widerspruch entfaltet sich zum Gegensatz, der sich selbst vollzieht und damit präzisiert indem er sich als Widerspruch zum Ausdruck bringt. 


Der Grund von allem ist damit nicht der Gegensatz, sondern der ausdruckslose Widerspruch. 


Sammlung dazu 


Zyklus 0 

Am Anfang steht nicht ein fertiger Gegensatz, sondern eine Unmöglichkeit. Diese Unmöglichkeit kann nicht in sich bleiben, weil sie als Widerspruch nicht ruhen kann. Also entfaltet sie sich. Und das, wozu sie sich entfaltet, ist der Gegensatz — also die Möglichkeit der Nicht-Koinzidenz.


Zyklus 1 

Der Gegensatz präzisiert sich indem er sich seinen eigenen Widerspruch als Selbstantrieb ausbildet. 



Widerspruch = unmögliche Koinzidenz

Gegensatz = mögliche Nicht-Koinzidenz

Selbstvollzug = Entfaltung der Unmöglichkeit in Möglichkeit


Der Widerspruch entfaltet sich zum Gegensatz, weil die Unmöglichkeit der Selbstdeckung nur als Möglichkeit der Selbst-Nicht-Deckung weitergehen kann




Nächste Runde 


Unterscheidung des Wortes „Widerspruch“


Es gilt, das Wort Widerspruch in zwei Bedeutungen zu unterscheiden:


1. ausdrucksloser Widerspruch als unmögliche Selbst-Koinzidenz im Zyklus 0

2. Widerspruchs-Ausdruck im Zyklus 1



Spannend daran ist:


Als ausdrucksloser Widerspruch im Zyklus 0 stellt der Widerspruch den Urgrund dar: den Motor als Unmöglichkeit aus sich heraus. Er ist noch nicht der Widerspruch eines bereits bestehenden Gegensatzes, sondern die ausdruckslose Unmöglichkeit der Selbstkoinzidenz, aus der der Gegensatz überhaupt erst hervorgeht.


Als Widerspruchs-Ausdruck im Zyklus 1 ist der Widerspruch dagegen der vom Gegensatz ausgedrückte Widerspruch. Er ist also der vom Gegensatz selbst erschaffene Widerspruch — und damit der Motor seiner Selbstpräzisierung.



Weitere Überlegung dazu:


Im Zyklus 0 besteht der Gegensatz aus dem Gegensatz von Gegensatz und Widerspruch — alles ausdruckslos.


Im Zyklus 1 besteht der ausduckslose Gegensätz dagegen nicht mehr aus ausduckslosem Gegensatz und ausduckslosen Widerspruch, sondern aus präzisierenden Gegensätzen.


Der im Zyklus 1 erschaffene Widerspruch-Ausdruck steht dabei jedoch im Gegensatz zum ausdruckslosen Gegensatz. 



Betrachtet man den Gegensatz aus der Beschreibung heraus, dass ein Gegensatz immer aus Funktion und Struktur besteht, ergibt sich Folgendes:

>  Im Zyklus 0 ist die Funktion der Gegensatz, während die gegensätzliche Struktur der Widerspruch ist.

>  Im Zyklus 1 gilt:

a) In der ausdruckslosen Perspektive: 

Die Funktion ist der Gegensatz 0 bzw. +1. Die Struktur ist der Gegensatz -1 bzw. 0. 

b) in der Perspektive in der der  Ausdruck „die Struktur der ausdruckslosen Funktion“ ist: die Funktion ist das Ausdruckslose. Die Struktur ist der Ausdruck. 



Der Widerspruch wandelt sich vom ausdruckslosen Ursprung (Urgeburtorgan) des Gegensatzes im Zyklus 0 zum ausgedrückten Selbstpräzisionsmotor (selbst erschaffenen Geburtsorgan) des Gegensatzes im Zyklus 1.


Jetzt gilt es, diesen Wandel zu verstehen


Sauberer Logik-Vorschlag von Claude. 


Der Widerspruch wandelt sich nicht; das Wort wandert. In Zyklus 0 nennt es die Vakanz, die nichts hält; in Zyklus 1 das, was der Gegensatz aus ihr herauspresst.

Der Wandel ist die Umkehr der Geburtsrichtung: Was geboren wurde, gebiert. Übertragen wird nicht der Widerspruch, sondern die Gussform seiner Geburt.

In Zyklus 0 ist der Widerspruch ein Organ ohne Leib; in Zyklus 1 ist der Gegensatz der Leib, der sich sein Organ selbst bildet.

Der Ausdruck ist die Struktur der ausdruckslosen Funktion.

Die Struktur eines Zyklus ist die vollzogene Funktion des vorigen.





Sammlung dazu 


Zyklus 0 ist das Reich der Unmöglichen Koinzidenz , des ausdruckslosen Widerspruchs und der Möglichen Nicht-Koinzidenz des ausdruckslosen Gegensatzes.

Zyklus 1 ist der Ort, an dem der ausdruckslose Gegensatz Aus-druck annimmt und dabei als Widerspruch zerfällt.





04.07.2026 © ReckLab.de

 
 
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