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★★★★★ Next Level Grundlogik 20

  • 5. Aug.
  • 5 Min. Lesezeit





Die Struktur n vollzieht sich zur Funktion n und  erschafft damit die nächste Struktur n + 1. 


Frage: Warum haben wir das Phänomen, dass erst in der nächsten Entwicklungsebene der Ausdruck das Wesen hat des vorherigen Ausdruckslosen und eben nicht des selben? 


Konkret auf der Entwicklungsebene des Menschen 1.0 ist das Ausdruckslose vom Wesen her Wahrheit, dessen Ausdruck ist jedoch falsch, also das Wesen der vorherigen Entwicklungsstufe. Oder bei der nächsten Entwicklungsstufe des Menschen 2.0, dessen Wesen ist Erkenntnis, dessen Ausdruck ist jedoch Wahrheit, also das Wesen der vorherigen Entwicklungsstufe. 



Idee zu der Logik 


Die aktuelle Struktur S_n bringt sich von ihrem Wesen her voll zum Ausdruck. Dies geschieht jedoch als Unter- und Übervollzug. 


Im Untervollzug bringt S_n dabei das Wesen des vorherigen Ausdruckslosen S_n-1 zum Ausdruck, da die aktuelle Struktur S_n von der Funktion f_n-1 vollzogen wird. 


Im Übervollzug bringt S_n ihr eigenes Wesen zum Ausdruck. 


Da der Untervollzug der strukturellen und operative Ausdruck ist und der Übervollzug der funktionelle resultierende Ausdruck ist, ist der offensichtliche Ausdruck von S_n der Untervollzug, und damit vom Wesen her der des vorherigen Ausdruckslosen S_n-1



Nächste Runde: Diskussion der Skizze 



Skizzen Inhalt:


UnterVollzug: horizontaler Pfeil von rechts nach links 


>  Pfeil Anfang, rechts: 

S_n durch F_n-1; 0% vollzogen

>  Pfeil Ende, links: 

S_n durch F_n-1; 100% vollzogen, erschöpft 


Erläuterung: 

S_n wird von der vorherigen Funktion F_n-1 erschöpfend vollzogen, was den Mangel des Vollzugs darstellt. 

Das Koinzidieren von S_n und F_n-1 resultiert in der Nicht-Koinzidenz als Mangel. 

S_n ist mehr als F_n-1 vollziehen kann. 

F_n-1 ist an S_n vollständig erschöpft. 


ÜberVollzug: horizontaler Pfeil von links nach rechts 


>  Pfeil Anfang, links: 

S_n als F_n; 0% vollzogen

>  Pfeil Ende, rechts: 

S_n+1 = S_n als F_n; 100% vollzogen, erschöpft 


Erläuterung:

S_n geht aus sich selbst in seinen eigenen Funktionsvollzug über.

Wenn S_n vollständig als seine eigene Funktion F_n vollzogen ist, dann ist genau dieser erschöpfte Vollzug die nächste Struktur S_n+1.

S_n+1 = Der erschöpfte Selbstvollzug von S_n als F_n.

Das Koinzidieren von S_n und F_n erzeugt Nicht-Koinzidenz und damit S_n+1 als Überschuss 


++++


Erschöpfung hat in der unteren und oberen Reihe einen verschiedenen Sinn:


Unten:

Erschöpfung =

die vorherige Funktion ist an der aktuellen Struktur am Ende.


Oben:

Erschöpfung =

die aktuelle Struktur hat sich in ihrem eigenen Funktionswesen vollständig vollzogen und dadurch zur nächsten Struktur übergegangen.


Also:

unten: Erschöpfung als Grenze

oben: Erschöpfung als Emergenz


++++++


Der operative, sichtbare, strukturelle Vollzug von S_n ist zunächst der durch F_n-1.

Der resultierebde funktionelle Vollzug von S_n ist der als F_n.


Und genau deshalb erscheint der offensichtliche Ausdruck zunächst als Ausdruck des Vorherigen.


++++++


Versuche eine Zusammenfassung. 


S_n hat eine doppelte Vollzugslogik.

Durch F_n-1 wird S_n untervollzogen; dabei erschöpft sich die vorherige Funktion an der aktuellen Struktur.

Als F_n übervollzieht sich S_n; der erschöpfte Selbstvollzug dieses Übervollzugs ist S_n+1.


noch kürzer:

Der Untervollzug ist die Erschöpfung der vorherigen Funktion an der aktuellen Struktur.

Der Übervollzug ist die Erschöpfung der aktuellen Struktur in ihrer eigenen Funktion.



Nächste Runde 


Das Koinzidieren wird vollständig vollzogen. Weil dieses Koinzidieren selbst ein Vollzug ist, endet es nicht in Koinzidenz, sondern erzeugt beziehungsweise erschließt Nicht-Koinzidenz.


Koinzidieren ist die Operation; Nicht-Koinzidenz ist ihr Resultat.



Grundsätzliche Betrachtung 


Koinzidenz als Zustand

Koinzidenz als Zustand bedeutete:

A identisch B 

Es besteht keine Differenz mehr zwischen beiden. Eine solche Koinzidenz wäre vollständig abgeschlossen. Aus ihr könnte nichts Neues hervorgehen.


Koinzidieren als Vollzug

Koinzidieren bedeutet dagegen:

A -> B

A koinzident B  ->  A nicht-koinzident B


oder genauer:

A vollzieht seine Beziehung zu B so vollständig wie möglich.

Dieser Vollzug erschöpft sich. Aber gerade in seiner Erschöpfung zeigt sich, dass das Resultat nicht mit dem Ausgangspunkt koinzidiert.

Das Koinzidieren hebt die Nicht-Koinzidenz also nicht endgültig auf. Es macht sie explizit oder erzeugt sie neu.



Idee für den Unterschied zwischen Untervollzug und Übervollzug:


>  Im Untervollzug wird eine schon vorhandene Nicht-Koinzidenz erschlossen.

>  Im Übervollzug wird aus dieser erschlossenen Nicht-Koinzidenz die nächste Nicht-Koinzidenz hervorgebracht.



Untervollzug: 


Der erschöpfende Versuch von F_n-1, mit S_n zu koinzidieren, macht die Nicht-Koinzidenz zwischen beiden als Mangel explizit.


Die Funktion übervollzieht die vorherige Struktur zu einer neuen Struktur, die sie anschließend nur noch zum Mangel untervollziehen kann.


Mangel = Vollzugsmangel der vorherigen Funktion an der aktuellen Struktur.


Der Mangel der vorherigen Funktion ist zugleich der Überschuss der aktuellen Struktur.


Der Untervollzug erzeugt den Mangel nicht einfach, sondern erschließt die bereits vorhandene Nicht-Koinzidenz als bestimmten Mangel.


Das Passt sehr gut zu der Vorstellung des Mangels als negativer Gussform.

Denn erst wenn F_n-1 vollständig erschöpft ist, wird präzise sichtbar, was F_n-1 nicht kann und was F_n deshalb sein muss.


Die neue Funktion F_n ist der positive Vollzug genau dessen, was sich im Untervollzug als Unvermögen von F_n-1 gezeigt hat.



Übervollzug: 


S_n koinzidiert nicht mit etwas Fremdem, sondern vollzieht sich als sein eigenes funktionales Wesen.


Der vollständige Vollzug des Koinzidierens von S_n mit seiner eigenen Funktion F_n erschöpft S_n als aktuelle Struktur und erzeugt S_n+1 als neue Nicht-Koinzidenz.


+++++


Untervollzug: Nicht-Koinzidenz als Grenze:

S_n "nichtkoinzident" F_n-1 


Die Nicht-Koinzidenz erscheint negativ:

als Nicht-Können;

als Unvollziehbarkeit;

als Mangel;

als Grenze von F_n-1.



Übervollzug: Nicht-Koinzidenz als Emergenz:

S_n+1 "nichtkoinzident" S_n


Die Nicht-Koinzidenz erscheint positiv:

als Selbstüberschreitung;

als neuer Möglichkeitsraum;

als Überschuss;

als nächste Struktur.


Damit könnten Mangel und Überschuss zwei Erscheinungsformen derselben Entwicklungsdifferenz sein:

Der Mangel ist die Nicht-Koinzidenz aus Sicht der erschöpften vorherigen Funktion.

Der Überschuss ist die Nicht-Koinzidenz aus Sicht der emergierenden nächsten Struktur.


Mangel und Überschuss bilden dabei selbst eine Nicht-Koinzidenz und dabei den EbenenSprung. 


+++++


Versuch einer Kurzfassung 


Im Untervollzug erschließt das erschöpfende Koinzidieren der vorherigen Funktion mit der aktuellen Struktur die Nicht-Koinzidenz als Mangel. Im Übervollzug vollzieht die aktuelle Struktur diese Nicht-Koinzidenz als ihre eigene Funktion und erzeugt dadurch die nächste Struktur als neue Nicht-Koinzidenz.


Noch verdichteter:

Der Untervollzug erschließt Nicht-Koinzidenz.

Der Übervollzug vollzieht Nicht-Koinzidenz.


Und als vollständige Bewegung:

Koinzidieren erschließt Nicht-Koinzidenz als Mangel und vollzieht sie als Überschuss.


+++++++


Versuch einer präzisierten Fassung 



UNTERVOLLZUG


S_n wird durch die vorherige Funktion F_n−1 erschöpfend vollzogen.


Dabei versucht F_n−1, mit der von ihr hervorgebrachten Struktur S_n zu koinzidieren.


Da S_n jedoch mehr ist, als F_n−1 vollziehen kann, erschöpft sich F_n−1 vollständig an S_n, ohne S_n vollständig zu vollziehen.


Der Untervollzug erzeugt die Nicht-Koinzidenz nicht erst. Er erschließt die bereits bestehende Nicht-Koinzidenz zwischen S_n und F_n−1 als bestimmten Vollzugsmangel M_n.


M_n = Nicht-Koinzidenz von S_n und F_n−1


Der Mangel ist damit der bestimmte Ausdruck dessen, was F_n−1 an S_n nicht vollziehen kann.


Erst mit diesem Mangel entsteht die neue Funktion F_n.


M_n → F_n


ÜBERVOLLZUG


Die im Untervollzug erschlossene Nicht-Koinzidenz bestimmt die neue Funktion F_n.


F_n besteht vor dem Mangel noch nicht. Sie entsteht als funktionale Bestimmung genau dessen, was durch F_n−1 nicht vollziehbar war.


In F_n vollzieht S_n das, was durch F_n−1 nicht vollzogen werden konnte.


S_n geht dadurch aus dem Vollzug durch die vorherige Funktion F_n−1 in den Selbstvollzug als seine eigene Funktion F_n über.


Wenn das Koinzidieren von S_n mit seiner eigenen Funktion F_n vollständig vollzogen ist, bleibt S_n nicht mit sich identisch.


Vielmehr erschöpft sich S_n als aktuelle Struktur und reliabilisiert seinen Funktionsvollzug zur nächsten Struktur S_n+1.


S_n+1 = erschöpfter Selbstvollzug von S_n als F_n


Die vollständige funktionale Selbstkoinzidenz endet daher nicht in einer statischen Koinzidenz, sondern in einer neuen strukturellen Nicht-Koinzidenz:


S_n+1 ≠ S_n


KURZFORM


Im Untervollzug erschöpft sich F_n−1 an S_n.


Dadurch wird die Nicht-Koinzidenz zwischen F_n−1 und S_n als Mangel M_n erschlossen.


Aus diesem Mangel entsteht F_n.


Im Übervollzug vollzieht sich S_n als F_n.


Der erschöpfte Selbstvollzug von S_n als F_n ist S_n+1.


04.08.2026 © ReckLab.de  

 
 
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