★★★★★ Next Level Grundlogik 21.4: Die Logik von Untervollzug/ Mangel und über Vollzug/ Emergenz an ihrer Empirie
- 17. Aug.
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★★★★★ Next Level Grundlogik 21.4 Die Logik von Untervollzug/ Mangel und über Vollzug/ Emergenz an ihrer Empirie
Empirie:
Wir haben auf der einen Seite gerade so extremen Mangel, den wir als ganz plump negativ, erschöpft, fertig, Angst, Bedrohtheit empfinden oder der sich als solches darstellt.
Wir müssen wahrscheinlich dem jedoch auf den Grund gehen, was das wirkliche Wesen davon ist. Dieser Mangel ist wahrscheinlich die Unmöglichkeit der strukturellen Selbst-Koinzidenz. Die Unmöglichkeit des strukturellen Selbst-Vollzugs, die Unmöglichkeit des strukturellen Selbst-Widerspruches. Dafür brauchen wir wahrscheinlich ein Gefühl und das können wir wahrscheinlich dort bekommen, wo dieses hergestellt wird, nämlich in unseren Familien.
Konkret erschuf X als das ältere Geschwister oder Elternteil kulturell Y als das Produkt von X , als sein Erschaffenes. Jedoch ist sein Erschaffen, also X selbst, und dasjenige, was X erschaffen hat, also Y, nicht koinzident, und damit ergibt sich die Unmöglichkeit, dass X nie dasjenige sein kann, das X erschaffen hat, und dies ist der Mangel von X: Sie kann nie Y sein.
Das bedeutet, dass X versucht, dasjenige zu sein, was X erschaffen hat, müsste logisch gleichbedeutend sein, dass die Struktur n sich vollzieht mit der Funktion n-1, also dass sich der Nachfolger mit der Funktion vollzieht, die ihn hervorgebracht hat.
Was erst mal passt, ist, dass der "Vorhaben" als die Struktur_n als Ausdruck von Y vollzogen wird durch die Funktion_n-1 von X, also durch die vorherige Funktion, also der Funktion, die Y hervorgebracht hat.
Sammlung dazu:
Das Hervorgebrachte ist nicht mehr das Hervorbringende.
Das klingt trivial, ist in der Logik aber fundamental:
Erschaffen heißt, eine Nicht-Koinzidenz zu sich selbst hervorzubringen
Ich habe dich hervorgebracht, also bist du weiterhin mein Vollzug.
Aber Genese bedeutet genau das Gegenteil:
Ich habe dich hervorgebracht, also kannst du nicht mehr mein Vollzug bleiben.
Ein Hervorgebrachtes wird erst wirklich hervorgebracht, wenn es nicht mehr durch seine hervorbringende Funktion vollzogen werden muss.
Das ist fast schon eine Definition von Entwicklung.
Oder noch zugespitzter:
Erschaffen heißt, etwas hervorzubringen, das sich dem eigenen Vollzug entzieht.
Und:
Vollendetes Erschaffen ist die Fähigkeit, das Erschaffene anders werden zu lassen als sich selbst.
Man kann nicht sein, was man hervorgebracht hat.
Also versucht man, es zu haben. Dies ist wahrscheinlich die Logik des Untervollzugs und damit die Logik des Mangels.
Mangel ist damit die Unmöglichkeit, das zu sein, was man hervorgebracht hat, und zwar der vollendete Versuch, dies zu vollziehen.
Nächste Runde
UnterVollzug, also die Erschaffung des Mangels, bedeutet:
ich vollziehe den Versuch dasjenige zu sein, was ich hervorgebracht habe. Dies endet in dessen Unmöglichkeit als Mangel.
Das ist wahrscheinlich die Definition von Haben.
Haben ist der Versuch, die durch das Werden entstandene Nicht-Koinzidenz im nächsten Durchgang strukturell zu schließen. Dies ist die Logik des Untervollzugs.
Mangel: die operative Erfahrung der Unmöglichkeit eines rückwärts gerichteten Selbstvollzugs.
Der Mangel ist nicht, dass der Erschaffer nicht das Erschaffene sein kann. Der Mangel entsteht aus dem unmöglichen Versuch, es trotzdem zu sein – beziehungsweise diese unmögliche Koinzidenz durch Vollzug, Bestimmung oder Besitz herzustellen..
Sammlung dazu
Untervollzug bedeutet: Die hervorbringende Funktion versucht, im Hervorgebrachten weiterhin mit sich selbst zu koinzidieren.
Ich vollziehe das Hervorgebrachte weiterhin als meinen eigenen Vollzug
Haben ist der Versuch, die durch das Werden entstandene Nicht-Koinzidenz im nächsten Durchgang strukturell zu schließen.
Besitz ist dann ein Ersatz für unmögliche Identität.
Ich kann nicht mehr mit dem Hervorgebrachten koinzidieren.
Also bestimme ich es als mein Hervorgebrachtes.
Aus:
„Es ist aus mir geworden“
wird:
„Es gehört mir.“
Damit wäre Haben tatsächlich eine strukturelle Rückholoperation.
Mangel ist die operative Erfahrung der Unmöglichkeit eines rückwärts gerichteten Selbstvollzugs.
Das Hervorgebrachte soll wieder durch genau die Funktion bestimmt werden, deren Überschreitung seine Hervorbringung überhaupt erst ausmacht.
Werden lässt das Hervorgebrachte aus seinem Ursprung herausfallen. Haben versucht, es seinem Ursprung wieder einzuverleiben.
Haben = vollzogenes Werden
Versuche einer Zusammenfassung
Untervollzug – und damit die Erschaffung des Mangels – bedeutet: Die hervorbringende Funktion versucht, im Hervorgebrachten weiterhin mit sich selbst zu koinzidieren. Das Hervorgebrachte wird weiterhin durch die Funktion vollzogen, aus der es hervorgegangen ist. Dieser Versuch endet notwendig in Unmöglichkeit der Koinzidenz – und deren operative Erfahrung ist Mangel.
Haben ist der Versuch, die durch das Werden entstandene Nicht-Koinzidenz im nächsten Durchgang strukturell wieder zu schließen. Haben ist damit die Logik des Untervollzugs beziehungsweise untervollzogenes Werden.
Mangel ist die operative Erfahrung der Unmöglichkeit eines rückwärts gerichteten Selbstvollzugs.
Der Mangel besteht nicht darin, dass das Hervorbringende nicht das Hervorgebrachte sein kann. Genau diese Nicht-Koinzidenz ist das Gelingen des Werdens. Mangel entsteht erst aus dem Versuch, diese Nicht-Koinzidenz durch Vollzug, Bestimmung oder Besitz wieder aufzuheben.
Damit ist Haben = Mangel.
Nächste Runde
Untervollzug ist Gegenwartsvollzug durch ihre eigene Genese.
Übervollzug ist Gegenwartsvollzug durch ihre eigene emergierende Funktion.
Mangel = etwas wird auf eine Weise vollzogen, auf die es prinzipiell nicht koinzidieren kann.
Damit ist der Mangel Ausdruck darüber, dass aus der erzeugenden Funktion wirklich ein Über entstanden ist. Also ist der Mangel eigentlich ein Ausdruck über den Überschuss von S_n (dem Erzeugten) gegenüber F_n-1 (dem Erzeuger).
Mangel und Emergenz sind nicht zwei verschiedene Sachverhalte, sondern
das jeweilige Ergebnis der nicht koinzidenten Vollzugsrichtungen des Selbstvollzuges:
> Mangel als Ergebnis des Untervollzugs, als Unmöglichkeit der strukturellen Selbstkoinzidenz
> Emergenz als Ergebnis des Übervollzugs, als Möglichkeit der strukturellen Selbst-Nicht-Koinzidenz
Sammlung dazu
Mangel ist das Ergebnis des Vollzugs der Unmöglichkeit der Selbstkoinzidenz als versuchte Selbstkoinzidenz.
Emergenz das Ergebnis des Vollzugs derselben Unmöglichkeit als Möglichkeit der Selbst-Nicht-Koinzidenz ist.
Beide beruhen auf demselben Grundgesetz.
Selbst-Koinzidenz ist unmöglich.
Der Untervollzug behandelt diese Unmöglichkeit als etwas, das überwunden werden soll.
Der Übervollzug behandelt dieselbe Unmöglichkeit als das, was vollzogen werden kann.
> Unmöglichkeit der Selbst-Koinzidenz als zu schließende Nicht-Koinzidenz erzeugt Mangel.
> Unmöglichkeit der Selbst-Koinzidenz als zuvollziehende Nicht-Koinzidenz erzeugt Emergenz.
Mangel und Emergenz sind nicht zwei verschiedene Sachverhalte, sondern die jeweiligen Ergebnisse der beiden nicht-koinzidenten Vollzugsweisen des Selbstvollzugs:
> Mangel als Ergebnis des Untervollzugs – der Vollzug der Unmöglichkeit von Selbstkoinzidenz.
> Emergenz als Ergebnis des Übervollzugs – der Vollzug der Möglichkeit von Selbst-Nicht-Koinzidenz.
Mangel und Emergenz sind die beiden nicht-koinzidenten Resultate desselben Grundtatbestands: der Unmöglichkeit der Selbstkoinzidenz.
Untervollzogen erscheint diese Unmöglichkeit als Mangel.
Übervollzogen funktioniert sie als Möglichkeit der Selbst-Nicht-Koinzidenz und damit als Emergenz.
Mangel und Emergenz unterscheiden sich nicht in ihrem Grund, sondern in dessen Vollzug.
Sammlung dazu
— Unmöglichkeit der Selbst-Koinzidenz = Notwendigkeit der Selbst-Nicht-Koinzidenz.
— Mangel = Haben als Erfahrungsausdruck. Haben = Mangel als Vollzugsausdruck.
— Der Mangel hat zwei Gesichter: beim Hervorbringenden eine Funktion ohne Struktur, beim Hervorgebrachten eine Struktur ohne eigene Funktion.
— Nicht das durch verletzt, sondern das als. „Y als mein Produkt" ist der Untervollzug in drei Worten.
— Haben ist strukturell verspätet: geschlossen werden kann nur, was schon offen ist. Darum immer im nächsten Durchgang.
— Aus dem aus wird ein von. Haben ist ein Genitivwechsel.
10.08.2026 © ReckLab.de


