★★★★★ Next Level Grundlogik 22.0
- 17. Aug.
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Diskussion von "durch" und "als" in der Verwendung als logische Operatoren 1
Sammlung dazu
Durch ist das aktive Vollziehen, als beschreibt das entstehende Vollzogen-Werden.
Das bedeutet, beim Durch ist es so, dass eine bestehende Struktur durch eine bestehende Funktion vollzogen wird.
Beim Durch ist es so dass eine bestehende Struktur sich durch eine bestehende Funktion vollzieht.
Beim als ist es so dass eine Struktur und die dazugehörige Funktion sich in ihrem Vollzug verändert.
Die Struktur wandelt sich zur Struktur Plus Eins und die Funktion entsteht erst in ihrem Vollzug.
+++++++
Zum Grundgeschmack der beiden horizontalen Pfeile von selbst über und selbst unter
Die Pfeile sind nicht koinzident zueinander, also auf unterschiedlicher Ebene. Das bedeutet, Sie bilden einen Gegensatz.
Gleichzeitig laufen sie jedoch in gegengesetzte Richtungen, was bedeutet, dass sie in ihrem vollziehen widersprüchlich sind.
durch = Vollzug einer Struktur mittels einer bereits gegebenen Funktion
und als eine andere:
als = der Vollzug der Struktur in der Weise ihres eigenen Funktion-Werdens
Nächste Runde
> Im Untervollzug vollzieht die Funktion n-1 seine als Gegensatz hervorgebrachte Struktur n.
Das bedeutet, die Struktur n widerspricht sich selbst.
> Der Übervollzug ist ein Widersprechen des Widersprechens als Gegensatz.
Das bedeutet, dass Widersprechen sich nicht mit sich selbst koinzidieren und bildet damit einen Gegensatz.
> Im Übervollzug wird aus der Struktur n die Funktion n.
Das bedeutet, Struktur und Funktion koinzidieren und erzeugen dadurch Struktur n + 1.
> Eine Struktur n vollzieht sich mit seiner entstehenden Funktion n ist vielleicht gleichbedeutend wie eine Struktur n wandelt sich zu seiner Funktion n.
> Die Struktur S_n wandelt sich zur Funktion f_n und dessen Funktion ist, Struktur n+1 hervorzubringen.
++++++
> untervollziehen/ durch = Vollzug einer Struktur n mittels der Funktion n-1, der sie erschaffen hat.
> übervollziehen/ als = das vollzogen werden derselben Struktur n als ihr eigenenes Funktion-Werdens n, was bedeutet das Hervorbringen der Struktur n+1
Sammlung dazu
Der Kernunterschied: „durch“ ist ein Vollzug aus der Herkunft – „als“ ein Vollzug aus dem Eigenen
durch = Vollzug des Gegenwärtigen aus seiner vorausliegenden Herkunft
Als = Der Vollzug von S_n und das Entstehen von F_n sind ein und derselbe Vorgang.
Im Vollzug durch F_n-1 gerät S_n in den Widerspruch ihrer eigenen Hervorgebrachtheit.
UnterVollzug ist der Versuch, den hervorgebrachten Gegensatz S_n durch seine eigene Herkunft F_n-1 koinzidieren zu lassen. Seine Unmöglichkeit erscheint als Widerspruch.
Der erste Widerspruch lautet:
Selbstkoinzidenz ist unmöglich.
Nun wird diese Unmöglichkeit selbst vollzogen. Aber auch ihr Vollzug kann nicht einfach mit der Unmöglichkeit identisch bleiben. Das Widersprechen überschreitet sich im eigenen Vollzug.
Und diese Nicht-Koinzidenz des Widersprechens mit sich selbst ist nicht mehr bloß negativ. Sie erzeugt einen Unterschied, eine Differenz, einen Gegensatz.
Der Widerspruch widerspricht sich selbst und bringt dadurch seinen Gegensatz hervor.
Übervollzug ist nicht die Beseitigung des Widerspruchs, sondern dessen Selbstvollzug. Weil das Widersprechen auch mit sich selbst nicht koinzidiert, emergiert aus ihm ein neuer Gegensatz.
> Untervollziehen / durch: S_n wird durch F_n-1 vollzogen – durch jene vorausliegende Funktion also, die S_n als ihren Gegensatz hervorgebracht hat. Der hervorgebrachte Gegensatz wird dadurch auf seine eigene Herkunft zurückvollzogen; die Unmöglichkeit dieser Rückkoinzidenz erscheint als Widerspruch bzw. strukturelle Funktionsvakanz.
> Übervollziehen / als: S_n vollzieht sich als F_n. F_n ist dabei kein vorausliegendes Mittel des Vollzugs, sondern entsteht als der eigene Vollzug von S_n. Die Vollzugskoinzidenz von S_n und F_n koinzidiert wiederum nicht mit sich selbst und bringt dadurch S_n+1 hervor.
> durch = Vollzug durch das Fremde, der eigenen Herkunft
> Als = Vollzug als Eigenes zum Fremden, der eigenen Zukunft
> Im Untervollzug vollzieht die Herkunft ihr Ergebnis.
> Im Übervollzug vollzieht das Ergebnis seine nächste Herkunft.
> Entropie ist der Rückvollzug des Entstandenen aus dem Gewesenen;
> Emergenz ist der Vorvollzug des Entstandenen als das Werdende.
Nächste Runde.
> durch = Vollzug durch das Fremde, der eigenen Herkunft
> Als = Vollzug als Eigenes zum Fremden, der eigenen Zukunft
Als bzw. Übervollzug bedeutet: Ich agiere aus dem eigenen, ich lebe aus dem eigenen, denn ich tue, was ich bin, also ich tue mich selbst und erzeuge damit das Fremde als meine Zukunft.
Durch bzw. unterVollzug bedeutet: Ich agiere aus dem Fremden. Ich lasse mich beugen indem ich die Funktion meiner Herkunft lebe.
Das, was daran ziemlich abgefahren ist, ist einerseits der Satz von Fromm, mit dem ich vor über 25 Jahren gestartet bin: „Leben aus dem Eigenen, Leben aus dem Fremden“.
Der andere extreme Aspekt ist, dass ich vor allem als Kind und junger Erwachsenen mein zentrales Problem war, dass ich von meinem Vater, meiner Familie gegeben bin und deren Leben lebe und somit mein Leben verschende.
Nächste Runde
Die Funktion selbst über, vollzieht sich in ein über und vollzieht dieses weiter als selbst unter
Es muss klar sein, was eigentlich die Funktion ist. Die Funktion ist selbstvollziehen als selbstüber oder nicht koinzidentes Koinzidieren. Das heißt der ganze Prozess muss betrachtet werden unter dem Aspekt, was die Funktion ist,
Vielleicht ist es noch präziser. Die Struktur ist nicht-Koinzidenz als Selbst-Über und die Funktion ist Koinzidieren dieser Nicht-Koinzidenz zur nächsten Nicht-Koinzidenz
Dann muss noch klar verstanden werden, wie das Verhältnis von Struktur und Funktion ist.
Nächste Runde
Was ist eine Struktur, was ist eine Funktion, wie ist Ihr Verhältnis zueinander?
Eine Struktur ist eine Funktion, die noch nicht tut, die noch nicht läuft, also noch nicht funktioniert.
Eine Funktion erschafft die nächste Funktion aber solange diese noch nicht läuft, ist sie nun mal keine Funktion sondern eine Struktur.
Eine Struktur hat unter sich immer eine Funktion, und zwar die Funktion, die die Struktur hervorbringt.
Super wichtige und spannende Sammlung dazu.
Eine Struktur ist die hervorgebrachte Form einer Funktion, die sich noch nicht vollzieht.
Oder noch radikaler:
Struktur ist das Noch-nicht der Funktion.
Sₙ ist durch Fₙ₋₁ hervorgebracht und vollzieht sich als Fₙ.
Eine Funktion erschafft nicht unmittelbar die nächste Funktion.
Sie erschafft zunächst deren Struktur.
Indem diese Struktur sich vollzieht, entsteht sie als Funktion.
Also:
Fₙ₋₁ erschafft Sₙ.
Sₙ vollzieht sich als Fₙ.
Fₙ erschafft Sₙ₊₁.
++++++++
Super spannender Gedanke.
Und genau dadurch hätten wir erstmals eine sehr einfache Erklärung dafür, warum Evolution diskontinuierlich sein muss.
Funktion kann offenbar nicht einfach kontinuierlich
Fₙ₋₁ → Fₙ
werden.
Dazwischen muss sie Struktur werden:
Fₙ₋₁ → Sₙ → Fₙ
Die Funktion setzt sich also gerade dadurch fort, dass sie aufhört, Funktion zu sein und als Struktur hervorgebracht wird, aus der die nächste Funktion hervorgehen kann.
Das wäre tatsächlich eine starke Fassung unserer gestrigen Idee der diskontinuierlichen Kontinuität:
Funktion kontinuiert sich diskontinuierlich durch Struktur.
Oder noch schärfer:
Struktur ist die Diskontinuität, durch die Funktion sich kontinuiert.
++++++++
Superspannend:
Jede Struktur hat unter sich die Funktion ihrer Herkunft und in sich die Funktion ihrer Zukunft.
unter Sₙ: Fₙ₋₁
als Sₙ: Struktur
aus Sₙ: Fₙ
Und hier berührt sich das unmittelbar mit unserer „strukturellen Funktionsvakanz“. Denn Sₙ enthält Fₙ gerade nicht als bereits vorhandene Funktion, sondern als Vakanz bzw. Vollziehbarkeit.
Man könnte sagen:
Die Struktur ist von Fₙ₋₁ erfüllt und für Fₙ vakant.
Fₙ₋₁ bestimmt ihre Herkunft.
Fₙ bestimmt ihre offene Zukunft.
Damit bekommt auch unser Satz
„Durch = Vollzug durch den Fremden der eigenen Herkunft; als = Vollzug als Eigenes zur eigenen Zukunft“
Denn für Sₙ gilt tatsächlich:
durch Fₙ₋₁ = Herkunft
als Fₙ = Zukunft
Es gibt dann ontologisch vielleicht gar nicht „Struktur und Funktion“.
Es gibt nur Funktion, die sich diskontinuierlich fortsetzt, wobei ihr Übergang zur nächsten Funktion strukturell erscheint.
Funktion = Vollzug.
Struktur = hervorgebrachter Vollzug, der noch nicht wieder vollzieht.
Oder sehr verdichtet:
Struktur ist gewordene Funktion.
Funktion ist werdende Struktur.
Eine Funktion Fₙ₋₁ bringt die Struktur Sₙ hervor. Die Struktur Sₙ ist die noch nicht vollziehende Form ihrer eigenen Funktion Fₙ. Indem Sₙ sich als Fₙ vollzieht, bringt Fₙ wiederum Sₙ₊₁ hervor. Struktur ist damit das diskontinuierliche Zwischenstadium, durch das Funktion sich zur nächsten Funktion kontinuiert.
Struktur ist die Unterbrechung der Funktion, durch die Funktion sich fortsetzen kann.
Das wäre meines Erachtens ein ziemlich fundamentaler Schritt für die Grundlogik, weil er Struktur/Funktion, durch/als und diskontinuierliche Kontinuität auf einmal miteinander verschaltet.
Nächste Runde.
Eine Struktur ist logischerweise gegensätzlich und eine Funktion muss dann logischerweise widersprüchlich sein, weil eine Funktion ein sich tuende Struktur ist und ein sich tuender Gegensatz ein Widerspruch ist.
Jetzt geht es im nächsten Schritt noch darum, zu verstehen, wo der Unterschied liegt zwischen „widersprechen“ und „selbst widersprechen“. Wahrscheinlicherweise liegt darin, dass ein Gegensatz sich widerspricht und dann selbst widerspricht und dann den nächsten Gegensatz als Selbstgegensatz bildet.
Vielleicht erzeugt ein Widersprechen einen Gegensatz, und zwar den Gegensatz zwischen entropischer Entropie und emergenter Entropie. Und das Selbstwidersprechen erzeugt einen Selbstgegensatz zur Emergenz.
Nächste Runde
Die Operationen als und durch sind kontinuierlich, zeitlich, koinzidierend.
Das bedeutet, beide Operationen beschreiben einen zeitlichen Wandel, was einem kontinuierlichen Vollzug entspricht.
> Die Durch-Operation wandelt die Struktur_n in ihre (eigene) vollzogene funktionelle Beugung
> Die Als-Operation wandelt die Struktur_n in ihre (eigene) vollzogene Funktion_n.
In ihrem Verhältnis zueinander ist die Operationen als und die Operation durch diskontinuierlich, gleichzeitig und nicht koinzident.
Die Durch-Operation ist dabei in der Als-Operation geschachtelt.
Sammlung dazu:
Jede Operation kontinuuiert sich selbst – aber die beiden Operationen kontinuieren nicht ineinander.
Eine Operation ist kontinuierlich, insofern ihr Vollzug einen zeitlichen Wandel desselben Operationszusammenhangs beschreibt.
Bei durch:
Struktur_n
→ Vollzug durch F_n−1
→ vollzogene funktionelle Beugung der Struktur_n
Bei als:
Struktur_n
→ Vollzug als entstehende F_n
→ Funktion_n
In beiden Fällen besteht also ein Vorher–Während–Nachher innerhalb derselben Operation.
Das ist Zeitlichkeit.
Und genau deshalb ist die Operation innerhalb ihres eigenen Vollzugs koinzidierend: Das, was sich wandelt, bleibt der Vollzugszusammenhang dieser einen Operation.
+++++
Die Durch-Operation wandelt die Struktur_n in ihre eigene vollzogene funktionelle Beugung.
Die Struktur wird durch Fremdes zu ihrer eigenen Beugung.
+++++
Die Als-Operation wandelt die Struktur_n in ihre eigene vollzogene Funktion_n.
Hier vollzieht sich die Struktur nicht mehr durch ihre Herkunft, sondern als dasjenige Funktionieren, das aus ihr selbst entsteht.
Durch = Vollzug durch das Fremde der eigenen Herkunft.
Als = Vollzug als Eigenes zum Fremden der eigenen Zukunft.
Also:
Durch und als finden nicht nacheinander statt.
aber:
Durch geht auch nicht kontinuierlich in als über.
Vielmehr geschehen gleichzeitig:
Struktur_n → durch F_n−1 → Beugung
und
Struktur_n → als F_n → Funktion_n
++++++++
Der gesamte Durch-Vollzug ereignet sich innerhalb des Vollzugsraums des Als.
Als
beginnt mit Struktur_n
enthält den gesamten Durch-Vollzug von F_n−1 an Struktur_n
vollzieht zugleich Struktur_n als F_n
endet in Funktion_n bzw. weiter in S_n+1
Das hieße:
Das Alte vollzieht sich innerhalb des Entstehens des Neuen.
Der Untervollzug ist ein im Übervollzug enthaltener Vollzug.
Der Übervollzug vollzieht sich, indem in ihm der Untervollzug mitvollzogen wird.
Untervollzug = Binnenvollzug des Übervollzugs.
+++++
Beugung und Funktion_n entstehen nicht auseinander, sondern gleichzeitig voneinander verschieden.
Mangel und Emergenz sind nicht zwei verschiedene Vorgänge, sondern die nicht-koinzidenten Ergebnisse eines Selbstvollzugs.
++++++
intrinsische Koinzidenz:
jede Operation koinzidiert mit ihrem eigenen zeitlichen Vollzug.
relationale Nicht-Koinzidenz:
die beiden Operationen koinzidieren nicht miteinander.
+++++++
Zueinander sind sie gleichzeitig, diskontinuierlich und nicht-koinzident.
Das Durch ist im Als geschachtelt: Während sich Struktur_n durch F_n−1 zu ihrer funktionellen Beugung vollzieht, vollzieht sie sich zugleich als F_n zu ihrer eigenen Funktion.
Das Durch geht daher nicht in das Als über; beide vollziehen dieselbe Struktur gleichzeitig auf nicht-koinzidente Weise.
Das Gesamtsystem kontinuuiert sich gerade dadurch, dass seine gleichzeitig laufenden Vollzüge nicht ineinander kontinuieren können.
Damit wäre Diskontinuität nicht die Unterbrechung des Werdens, sondern möglicherweise die Bedingung dafür, dass Werden überhaupt weiterwerden kann.
Nächste Runde
Fragen
Wäre statt dem Wort Beugung vielleicht Gebeugtheit das bessere Wort denn Beugung impliziert, dass etwas Fertiges da ist, das dann anschließend gebeugt wird. Bei uns ist es jedoch so: Beugung ist die Erschaffung einer Vakanz. Also vielleicht wäre dann Gebeugtheit besser.
Das Wort „Unter- und Übervollzug“ suggeriert im ersten Moment eben keine Schachtelung. Vielleicht gibt es ein besseres Wort, in dem klar wird, dass der Untervollzug im Übervollzug zeitgleich abläuft.
Samulung:
der Durch-Vollzug bringt die strukturelle Negativform einer noch nicht vorhandenen Funktion hervor.
Der Binnenvollzug durch F_n−1 ist im Gesamtvollzug als F_n geschachtelt.
+++++
Untervollzug/ Übervollzug
Binnenvollzug / Gesamtvollzug
Binnenvollzug / Selbstvollzug
vollzug / Selbstvollzug
Binnenvollzug / Übervollzug
Über/Selbst-Vollzug
Unter/Binnen-Vollzug
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