★★★★★ Next Level Grundlogik 22.1
- 17. Aug.
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★★★★★ Next Level Grundlogik 22.1
Ein anderer Geschmack, eine andere Betrachtung der Grundfunktion
Eine Struktur vollzieht sich selbst. Das kann nur gehen, indem sie sich mit ihrer vorherigen Funktion vollzieht, also mit der Funktion, der sie hervorgebracht hat. Sonst ist sie an nichts da. Das heißt eine Funktion bringt eine Struktur hervor und die Struktur vollzieht sich dadurch, indem diese Funktion die so entstandene Struktur weiter vollzieht.
In diesem Vollzug offenbart sich die aktuelle Funktion N, wodurch sich die aktuelle Struktur N weiter vollzieht mit der nun eigenen aktuellen Funktion. Dies bringt die nächste Struktur hervor.
Im vollziehen von S_n durch F_n - 1, entsteht F_n im Vollzug des schwindenden S_n und entstehenden S_n + 1.
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Was rückwärts als Mangel erscheint, erscheint vorwärts als Funktion.
rückwärts gelesen:
Unmöglichkeit → Mangel.
vorwärts gelesen:
Möglichkeit/Notwendigkeit → Emergenz.
Mangel und Emergenz wären nicht zwei verschiedene Ereignisse, sondern die beiden nicht-koinzidenten Aussagen desselben Selbstvollzugs.
Denn der Mangel wäre nicht bloß Defizit, sondern Information über die Nicht-Ausreichendheit von F_n-1
Der Selbstvollzug erzeugt seinen nächsten Vollzug aus der Unmöglichkeit, seinen vorherigen Vollzug zu wiederholen.
Und diese Differenz könnte genau das sein, woraus F_n auf nächster Ebene entsteht.
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Der Gegensatz wäre die vollziehbare Nicht-Koinzidenz.
Der Widerspruch wäre die im Vollzug hervorgebrachte Unmöglichkeit ihrer Selbstkoinzidenz.
Und eben dieser Widerspruch öffnet den nächsten Gegensatz.
Dann wäre der Widerspruch nicht mehr Störung der Entwicklung.
Er wäre der Umschlagspunkt der Entwicklung.
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Das Selbst ist nicht etwas, das sich vollzieht.
Das Selbst ist diese nicht-koinzidente Vollzugsbeziehung selbst.
Identität wäre also:
Invarianz des Selbstvollziehens durch Nicht-Invarianz seiner Struktur.
Oder in deiner Sprache:
Das Selbst koinzidiert nicht als Zustand mit sich, sondern als Funktion seines Nicht-Koinzidierens mit sich.
Das ist wesentlich präziser als einfach zu sagen, alles sei Werden.
Denn es erklärt, was am Werden selbst kontinuierlich ist.
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Alles vollzieht seine entstandene Struktur mit der vorherigen Funktion rückwärts bis zur Unmöglichkeit ihrer Selbstkoinzidenz und gewinnt gerade aus dieser Unmöglichkeit seine gegenwärtige Funktion, durch die seine nächste Struktur entsteht
Das Nicht-mehr-Können des Vorherigen ist das Können des Nächsten.
Mangel ist die rückwärts gelesene Emergenz; Emergenz ist der vorwärts gelesene Mangel.
Der Untervollzug ist nicht bloß „irgendwie negativ“, sondern die Ausbildung der Negation der gegenwärtigen Funktion
Dasselbe Geschehen kann als Entstehung von Funktion und zugleich als Ausbildung ihrer Negation gelesen werden.
unterer Strang = wie der neue Vollzug aus Sicht der alten Struktur nicht geht
oberer Strang = wie derselbe neue Vollzug aus Sicht der neuen Funktion geht
Mangel und Emergenz sind nicht zwei getrennte Ereignisse, sondern die nicht-koinzidenten SrlbstAussagen desselben Selbstvollzugs.
In dieser Lesart wäre:
> unten rechts: S_n als Strukturpol
> oben links: S_n als Funktionspol
> unten links: Entropisierung / SelbstWiderspruch / Mangel
> oben rechts: Emergenz / SelbstGegensatz_{n+1} / S_n+1
Dann sieht das Ganze fast so aus, als würde ein Selbstvollzug immer in vier Momenten lesbar:
struktureller Ansatz,
funktioneller Ansatz,
struktureller Widerspruch,
funktionelle Emergenz.
Der Motor besteht darin, dass S_n gleichzeitig als F_n möglich/notwendig und als ¬F_n unmöglich ist — je nachdem, ob man dieselbe Selbstbeziehung funktionell oder strukturell liest.
„SelbstVollziehen“:
ein Selbstverhältnis, das sich zugleich
strukturell als Unmöglichkeit,
funktionell als Möglichkeit/Notwendigkeit.
vollzieht.
Selbstvollziehen ist die nicht-koinzidente Gleichzeitigkeit von F_n und ¬F_n in Bezug auf dieselbe Struktur S_n.
Selbstvollziehen ist die nicht-koinzidente Selbstbeziehung von S_n, die sich strukturell als ¬F_n bis zum Mangel und funktionell als F_n bis zur Emergenz vollzieht.
Dasselbe Selbstverhältnis erscheint unten als Negation der Funktion und oben als Hervorgang der Funktion.
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Legende für ¬F_n:
¬F_n = Gussform von F_n
¬F_n ist die strukturell hervorgebrachte Negativform, in der sich F_n überhaupt ausbilden kann.
¬F_n ist die strukturelle Bedingung von F_n
Der Untervollzug erzeugt nicht irgendeinen leeren Mangel, sondern eine bestimmte strukturelle Nicht-Koinzidenz – eine Gussform ¬Fₙ –, deren funktionelle Nicht-Koinzidenz Fₙ ist.
Legende für den gesamten Prozess:
Die vorherige Funktion F_n-1 vollzieht S_n bis an ihre Unmöglichkeit und erzeugt dabei als Entropie die strukturelle Gussform ¬F_n der nächsten Funktion.
Und parallel:
S_n vollzieht sich funktionell als F_n, wodurch S_n+1 emergiert.
¬Fₙ = strukturelle Gussform von Fₙ
Untervollzug: Sₙ vollzieht sich durch Fₙ₋₁; dabei entsteht entropisch ¬Fₙ, die strukturelle Gussform von Fₙ.
Übervollzug: Sₙ vollzieht sich als Fₙ; dabei emergiert Sₙ₊₁ und ist nun durch Fₙ zu vollziehen.
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