★★★★★ Next Level Grundlogik 22.9
- 18. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
★★★★★ Next Level Grundlogik 22.9
Nächste Runde: eine Sammlung von Gedanken.
Ein fundamentaler Satz:
Gleichmachen bringt den Unterschied hervor.
Dies ist wahrscheinlich die fundamentalste Logik von allem, in saloppen Worten.
+++++
Funktionelles Koinzidieren ist zu 100 % vollziehbar; strukturelle Koinzidenz ist unmöglich.
Warum? Weil das Hervorgebrachte nie identisch sein kann mit dem Hervorbringen. Das Hervorgebrachte ist immer +1. Durch das Koinzidieren wird dieses +1 herausgearbeitet.
Koinzidieren als Binnenvollzug, als Untervollzug, resultiert im Widerspruch.
Was ist eigentlich ein Widerspruch?
Ich versuche, hier einen Geschmack dafür zu bekommen.
Koinzidenz als vielleicht klassische Vorstellung von Sein wäre etwas, das einheitlich ist, das deckungsgleich ist, und der Widerspruch hingegen ist die "Wesensdifferenz" von S_n und F_n-1. Der Widerspruch ist, was S_n größer ist, also was S_n "+1" ist gegenüber F_n-1, und zwar als Gussform Funktion_n+1.
Sammlung dazu
Das Koinzidieren scheitert nicht. Es gelingt vollständig – und gerade sein vollständiger Vollzug bringt die Unmöglichkeit der Koinzidenz hervor.
Denn normalerweise denkt man:
Gleichmachen → Unterschied verschwindet.
In der Grundlogik ist es genau umgekehrt:
Gleichmachen → Unterschied wird bestimmt bzw. tritt hervor.
Je vollständiger etwas mit seiner Herkunft koinzidiert wird, desto vollständiger tritt hervor, worin es mit seiner Herkunft nicht koinzidieren kann.
Der Unterschied wird dabei nicht von außen hinzugefügt. Das Koinzidieren arbeitet den im Hervorbringungsverhältnis enthaltenen Unterschied heraus.
Damit ist es wahrscheinlich ein Selbsterkennen.
Warum entsteht überhaupt das +1?
Nicht:
Weil nach n eben n+1 kommt.
Sondern:
Weil das vollständige Koinzidieren von Hervorgebrachtem mit Hervorbringendem genau das herausarbeitet, worin das Hervorgebrachte nicht auf sein Hervorbringendes reduzierbar ist. Dieses Nichtreduzierbare ist das +1.
+++++
Koinzidieren ist vollständig möglich.
Koinzidenz ist unmöglich.
Nichtkoinzidenz ist das Ergebnis des vollständig vollzogenen Koinzidierens.
Nichtkoinzidentes Koinzidieren hieße:
Die Vollständigkeit des Koinzidierens besteht gerade darin, die seine Nichtkoinzidenz vollständig hervorzubringen.
+++++++
Das Koinzidieren versucht nicht, diese Differenz theoretisch festzustellen, sondern vollzieht sie.
Fₙ₋₁ vollzieht Sₙ vollständig.
Und genau dadurch tritt hervor:
Was an Sₙ nicht Fₙ₋₁ ist.
Das wäre das logisch entstandene +1.
+++++
Der Widerspruch ist die Unmöglichkeit der Koinzidenz von Sₙ und Fₙ₋₁.
Die Wesensdifferenz ist das, was durch diese Unmöglichkeit bestimmt hervortritt.
Sₙ ist genau um das nicht Fₙ₋₁, was als nächste Funktion vollziehbar wird.
Das wäre die Wesensdifferenz beziehungsweise eure Funktionsvakanz/Gussform.
++++
Der Binnenvollzug von Sₙ durch Fₙ₋₁ arbeitet ¬Fₙ heraus.
Und dieses ¬Fₙ ist die Gussform/Vakanz der entstehenden Fₙ.
Erst Fₙ erzeugt beziehungsweise vollzieht dann Sₙ₊₁.
+++++++
Hervorbringen erzeugt Nichtidentität.
Koinzidieren vollzieht die Gleichsetzung.
Vollständiges Koinzidieren bringt die Unmöglichkeit der Gleichsetzung hervor.
Diese Unmöglichkeit ist der Widerspruch.
Im Widerspruch tritt die bestimmte Wesensdifferenz hervor.
Diese Wesensdifferenz ist die Gussform/Vakanz der nächsten Funktion.
Und damit:
Gleichmachen beseitigt den Unterschied nicht.
Gleichmachen bestimmt den Unterschied.
++++++
Selbstvollzug ist die fortgesetzte Hervorbringung der eigenen Nichtkoinzidenz durch den Vollzug der eigenen Koinzidenz.
selbstvollziehen = selbstkoinzidieren = nichtkoinzidentes Koinzidieren
Der Unterschied steht nicht vor dem Vollzug und zwingt zur Bewegung.
Der Unterschied entsteht als bestimmter Unterschied erst im Vollzug des Gleichmachens.
Das Wesen von allem ist Koinzidieren, das durch seinen vollständigen Vollzug seine eigene Nichtkoinzidenz hervorbringt.
18.08.2026 © ReckLab.de


