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★★★★★ Next Level Grundlogik 35: Sammlung

22. Sept.
8 Min. Lesezeit

★★★★★  Next Level Grundlogik 35: Sammlung 



Neues Fragment 



Der Mensch 1.0 macht sein Fühlen komplett weg. Er wird als Opfer bestimmt vom Kleineren und als Täter bestimmt er sich zum Größeren. Beides sind Bestimmungen, weil es beides Verkörperungen sind, und beides ist kein Tun, sondern Fühlen. Das eigene Fühlen, also sich selbst, wird durch diese zwei Bestimmungsvorgänge überschrieben. 


Was sprachlich dazu passen würde, ist: Der Mensch 1.0 fühlt nicht sondern er hat ein Gefühl.

Ein Gefühl haben ist Fühlen als Zustand und als Besitz und somit etwas, das bestimmt sein muss und nichts mit Fühlen zu tun hat. 



Neues Fragment 



Fühlen tun beide, sowohl Mensch 1.0 als auch Mensch 2.0. Der Unterschied liegt darin, dass Mensch 2.0 sein Gefühl als sein eigenes wahr werden lässt und der Mensch 1.0 sein Gefühl durch Selbstbestimmen bekämpft.



Neues Fragment 


Das, was der Mensch 1.0 nicht fühlen will, also sein Nicht-Selbst-Fühlen-Wollen, ist sein Falsch-Sein, sein Lompig-Sein, sein Böses-Sein. Was bedeutet sein Nicht- oder Falsch-Tun? Sein Böses-Sein ist Falsch tun und was ist dieses Falsch tun? Es ist, als Natur gegen die Natur zu agieren. als Natur wieder die Natur zu agieren 

Konkret bedeutet dies: Der Mensch ist falsch, weil er gegen seine Selbstinnovation, gegen seine Selbstvakanz, gegen sein Selbsttun, sein Selbstschmecken agiert

 er agiert gegen sein Selbst, indem er sich selbst bestimmt, und damit agiert er gegen seine Selbst +1-Vakanz, also gegen sein Selbstübermachen, also gegen seine Selbstinnovation und damit gegen oder wider die Natur. 



Denn die Idee, was der Mensch 2.0 fühlt, ist seine Wahrheit und was soll die Wahrheit sein? Die Wahrheit müsste sein, dass er mit der Natur agiert, dass er entsprechend dem, was das Wesen der Natur ist, selber agiert. 



Neues Fragment 


Der Mensch 1.0 wird operativ bestimmt als Opfer resultierend bestimmt er sich als Täter und präzisiert dabei seine opferfunktion 


Der Mensch 2.0 lässt sich operativ bestimmen zu seiner selbstverkörperung und resultierend schmeckt und fühlt er sich was bedeutet er schmeckt und fühlt die Wahrheit was bedeutet das mit der Funktion von allem zu agieren oder als Funktion von allem zu agieren noch besser



Neues Fragment 


In ganz frühen Ansätzen hatte ich die Vorstellung, dass es einen menschlichen Prozess gibt, der von einer Strategie geführt oder ausgerichtet wird. 

Der Prozess bleibt dabei zwischen Mönch 1.0 und 2.0 vom prinzipiellen Aufbau her gleich. Was sich verändert, ist die Strategie. 


Prinzipiell könnte man sagen: Das Ausdruckslose, das Wollen, das +1 ist immer die Strategie und der Ausdruck, also der Vollzug, ist der Prozess. 


Ab dem Leben ist jedoch das Wollen, also das göttliche, das ausdruckslose Teil des Vollzugs, also des Ausdrucks. 


Die Frage ist jetzt: Wie zeigt sich dies im Vollzug, im Ausdruck? Ist es eine separate Ebene oder ist sie irgendwie Des Prozesses der gleich bleibt, also eines Vollzugs der gleich bleibt 


Wahrscheinlich ist es so, dass die Ebene im Vollzug seit der Zeit da ist, aber diese als solche erst ab dem Leben explizit dafür genutzt wird. 


Spannend dafür ist das Thema Strategie und Prozess, wahrscheinlich in den 00ern oder 90ern ein zentrales Thema in der Unternehmensführung und dort klar behandelt, aus zwei verschiedenen grundsätzlichen Ideen 

Die vorherrschende Idee war, dass Strategie etwas vom Prozess getrennt ist. Die brillanteste Idee war, dass Strategie und Prozess eins sind, dass sich also Strategie im Prozess entwickelt und abbildet, wie sie von Henry Mintzberger, glaube ich, stark vertreten wurde: Strategie ist das, was gelebt, also vollzogen wird. Dieses muss aus dem Vollzug heraus sich entwickeln. 



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Wie kann es prinzipiell gehen, dass ein Mensch 1.0 ein Mensch 2.0 wird? 


Grundsätzlich ist es so, dass er sich selbst innovieren muss. Es geht nur, wenn er sich selbst von Mensch 1.0 zu Mensch 2.0 innoviert. 


Wie geht das prinzipiell? 


Der prinzipielle Prozess von Menschen 1.0 und Menschen 2.0 ist dasselbe. Letztendlich ist es ein Selbstschmecken, was die eigene Vakanz und Selbstinnovation bildet. 

Der Mensch 1.0 arbeitet jedoch gegen sein Selbstschmecken, in dem er sich bestimmt, und darum arbeitet er gegen seine Selbstinnovation und gegen das Wesen der Natur. 


Die Logik lautet folgendermaßen: Der Mensch 1.0 differenziert sich so weit aus, dass sein Verhindern oder sein Bekämpfen seines Selbstschmeckens kapituliert und nicht mehr funktioniert. Er schmeckt sich darum selbst, und zwar schmeckt er, dass er falsch ist und seine Falschheit schmeckt. Das schmeckt, dass er wieder die Natur agiert und in diesem Selbstschmecken seiner Falschheit sich innoviert zu Menschen 2.0, zur wahren Funktion 


Das würde erstaunlich gut zum christlichen Mythos von Jesus am Kreuz passen. Dort ist die grundlegende Idee, dass Erlösung (was man als 2.0, 3.0 oder 4.0 beschreiben könnte) ausschließlich funktioniert, wenn man sein eigenes Kreuz auf sich nimmt und selber am Kreuz stirbt. Ein anderes Thema ist, dass man seine Schuld selber trägt, sein Opfer selber trägt. Das sind alles Themen, wo dies sogar noch konkreter benannt wird. 



Neues Fragment 


Was ist das ultimative ausdifferenzierte Falsch des Menschen 1.0? 


Nicht zustands- bzw. zielorientiert versus Prozess, sondern angekommen sein: ein Selbstverständnis, sich selbst zu bestimmen, angekommen zu sein. Das ist noch falscher als, wenn man den eigenen Willen töten will. Angekommen sein ist quasi das Ende der Ausdifferenziertheit. 


Der normal ausdifferenzierte Mensch will ankommen. Die nächste Stufe ist nicht mehr „Wollen zu Wollen“, also sein Wollen nach Ankommen, nicht mehr Wollen. Die Endstufe ist, angekommen zu sein, bestimmen. 

Noch radikaler ist, wenn man gar nicht angekommen ist, sondern wenn es noch gar nicht etwas gab, um angekommen zu sein. Also man ist einfach, weil angekommen sein impliziert das irgendwo mal den Weg war

Der andere Ausdruck dieses Phänomen ist das, was Christine macht. Sie ist Innovation aber weil sie es einfach weiß, also Innovation ist sie als ist nicht als Weg sondern als Zustand. Sie weiß es und hat es schon immer gewusst, weil sie einfach das Wissen und die Innovation ist.



Spannend für mich ist, dass das grösste Problem des Menschen 1.0 sein Leben in der Schlaufe ist, und zwar in einer Schlaufe, die sich ständig verschlechtert: seine fehlende Selbstinnovation. Das ist sehr schwer zu sehen, dass dies das fundamentale Falsche des Menschen ist und auch sein fundamentales Problem. 


Spannend ist, dieses Thema in unseren beiden Familien zu erkennen. Bei Beutels kommt dieses Thema zum Ausdruck, indem sie sich bestimmen, angekommen zu sein, und bei Reck bestimmen sich die Leute, Innovation zu sein.



Neues Fragment


Sich selbst vollziehen und damit sich selbst schmecken, bedeutet eben nicht, bei sich ankommen, sondern sich selbst verlieren. Der Geschmack, der dabei resultiert, bildet eine Unmöglichkeit, in der ich mich als mein Ich verliere und eben nicht bei mir ankomme. Dabei entsteht eine Vakanz für mein nächstes Selbst. 



Das bedeutet in seiner Konsequenz: Der Mensch 1.0 will sich selbst nicht nur nicht schmecken, weil, wie bisher angenommen, das, was er dabei schmeckt, seine Falschheit ist, sondern was noch bedrohlicher ist: Wenn er sich schmeckt und dabei schmeckend voll sieht, verliert er sich als Zustand definitiv. Sich schmecken bedeutet eben nicht, bei sich ankommen, egal ob der Geschmack gut oder schlecht ist, sondern es bedeutet, sich zu verlieren. Sich zu verlieren ist für den Menschen einst nur deutlich bedrohlicher als zu schmecken, dass man eben falsch ist. 



Neues Fragment 

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Gabis Geschmack ist das: Wenn ich nicht innoviere, also wenn ich keine Rekursion mache, sondern eine Schleife und mich nur präzisiere, also meine Opferfunktion präzisiere, dann fehlt mir denn der Boden. Wenn ich die Täterfunktion mache, dann entzieht mir das eigentlich den Boden. Das gilt es zu verstehen, weil man intuitiv denken würde: Eine Schleife bringt Stabilität, bringt Boden und Innovation ist etwas, wo der Boden irgendwie fällt. 



Neues Fragment


Der fundamentale Minimalanspruch für Existenz ist, für den Menschen 1.0 zu existieren, als Zustand, was gleichbedeutend ist mit Boden unter den Füßen zu haben, um zu stehen. 


Die Wirklichkeit ist jedoch so, dass es einen Boden, auf dem man stehen und damit als Minimalforderung existieren kann, einfach nicht gibt, weil es eine Unmöglichkeit ist. 


So kommt die Frage auf: Wenn ein Boden, auf dem darauf zu stehen etwas ist, das eine Unmöglichkeit darstellt und es einfach nicht gibt, warum bestimmt sich dann der Mensch 1.0 damit? Wie kommt er auf die Idee, seine Existenz auf etwas aufzubauen, das es nicht gibt? 



Ein Boden ist etwas, das existiert, nur nicht als statischer Zustand, auf dem man statisch stehen kann. 


Das wahre Wesen des Bodens liegt darin, eigener Startblock für das eigene Werden zu sein und damit eine dynamische Aufgabe zu haben. 


Dabei ist der Startblock etwas, das man durch den Vorherigen aus sich selbst erschaffen lässt, und zwar dynamisch, um sich selbst darauf oder daran abzustoßen und sich selbst zu tun als Funktion. 


Somit existiert Boden. Boden entsteht aus dem  ferendverkorpern lassen an Eigenen. Der eigene Boden existiert als etwas Eigenes, das fremd an einem Selbst erschaffen wird, aber nicht als statischer Boden, um darauf zu stehen, als statische Existenz, sondern als dynamischer Startblock des eigenen selbstVollziehen.


Dies bedeutet: 

Der Mensch 1.0 ist jemand, der sich nicht selbst vollziehen will, weil er sich dabei auflöst und somit aus seiner Perspektive keine Existenz hätte. Darum bestimmt er sich als Zustand. Er bestimmt sich einen Boden, auf dem er steht, existiert und sich nicht schmeckt oder alles tut, um sich nicht zu schmecken, weil dies seine Existenz als Lüge auffliegen lässt und prinzipiell sich selbst schmecken immer ein Selbstauflösen darstellt. 

Sein Boden, auf dem er steht, ist jedoch damit eine Lüge und er kann gegen sein Selbstschmecken mit aller Wucht agieren, aber letztendlich schmeckt er sich selbst. Das bedeutet, er schmeckt permanent, dass er eigentlich keinen Boden unter den Füßen hat. 


Der Mensch 2.0 hat die Ausrichtung, sich zu schmecken. Er will sich schmecken und er will sich dabei auflösen zu seiner eigenen nächsten Vakanz. 

Um sich selbst zu schmecken, lässt er sich einen dynamischen Boden erschaffen, und zwar einen Boden, der aus seinem Selbst stammt und von seinem Vorherigen durch ihn verkörpert wird. 

Dieser Boden ist wahr und dynamisch und nicht existenziell, sondern der Startblock der eigenen Existenz als werden.


Salopp gesagt bedeutet dies: Erst wenn man den Prozess macht, sich permanent selbst zu tun und dabei selbst aufzulösen, erst in diesem Prozess bekommt man eigentlich einen Boden unter den Füßen. 

Wenn man seine Existenz darauf aufbaut, sich nicht zum Schmecken, um sich nicht aufzulösen, um nicht vakant zu werden, um einen fixen Boden unter sich zu haben, dann bestimmt man den Boden und hat keinen Boden unter den Füßen. 


Eine Erweiterung dazu 


Damit ist das Wahr-Machen, als das Wahrmachen was ist also Wahrmachen :

- der eigene Verkörperung

- der Ausbildung des Startblocks

- der Ausbildung des dynamischen Bodens

- damit der Ausbildung des Zugangs des Erschließens und das Ermöglichen des eigenen Selbstschmeckens des eigenen Selbstvollziehens

 

Dies passt empirisch dazu, dass für jegliches Entwickeln, ob im Business oder in der Wissenschaft, radikale Empirie, also das Ausbilden dessen, was ist, als Startblock das zentrale operative Tun.


So kann man sagen: Wenn man das nicht wahr macht was ist, befindet man sich in einer Endlosschleife, und zwar in einer Schleife ohne Boden unter den Füßen. 



Nochmals anders ausgedrückt: 


Das, was der Mensch 1.0 als seinen Boden bestimmt, ist nicht sein falsch verstandener Opfervollzug, sondern sein Opfervollzug als Täter. 



Eine Geschmackslogik für wahre Opferfunktion, also wahres Operatives, selbst vollziehen lassen 


die eigene Struktur in ihrer durch das Vorherige erschlossenen Tragfähigkeit für den eigenen Vollzug.

Das bedeutet, durch das Fremdvollziehen lassen mit der vorherigen Funktion wird meine eigene Struktur für meine eigene Funktion tragfähig. 



Sammlung dazu 


Mensch 1.0 lebt von einem wirklichen dynamischen Boden, bestimmt ihn aber als statischen Existenzgrund. Mensch 2.0 richtet sein Wollen auf die wirkliche Funktion dieses Bodens als Bedingung seines Selbstwerdens.

Der Unterschied ist also nicht, dass der eine tatsächlich wird und der andere tatsächlich steht. Beide werden. Aber der eine will das Werden zur Sicherung seines Stehens verwenden, während der andere es als sein eigenes Werden vollziehen will.


Mensch 1.0 vollzieht sich selbst, will diesen Vollzug aber nicht als Überschreiten seiner bisherigen Selbstbestimmung. Er will durch den Vollzug bestätigt werden, nicht durch ihn ein Nächster werden.

Er hat also durchaus wirklichen Boden. Aber er verlangt von ihm gerade jene Leistung, die dieser nicht erbringen kann: ihn endgültig vom Werden zu entbinden.


Im Selbstschmecken erfahre ich meine eigene Wirklichkeit nicht nur als das, was bereits bestimmt ist, sondern im Übergang dessen, was sich daraus vollzieht.


Mensch 2.0 richtet sich nicht auf Auflösung als Selbstzweck, sondern auf Selbstvollzug, der sich nicht in der bisherigen Bestimmtheit erschöpft.



Der Unterschied lautet dann nicht: Der eine hat Boden, der andere keinen. Sondern: Der eine verlangt vom Boden, ihn vom Werden zu befreien; der andere lässt sich von ihm zum eigenen Werden tragen.




20.09.2026 © ReckLab.de

 
 
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