★★★★★ Next Level Grundlogik 43a: Um was geht es eigentlich: SelbstWiderspruch, SelbstGegensatz, SelbstÜber
★★★★★ Next Level Grundlogik 43a: Um was geht es eigentlich: SelbstWiderspruch, SelbstGegensatz, SelbstÜber
Das fundamentale Wesen von allem und damit auch vom Menschen ist der Selbstvollzug und damit die Selbsterschaffung des inneren Selbstwiderspruchs beziehungsweise des inneren Selbstgegensatzes.
Aus der biblischen Perspektive des Menschen 1.0 würde das bedeuten: Der Mensch muss nicht sein Kreuz auf sich nehmen, sondern der Mensch ist die Erschaffung seines eigenen Kreuzes, das er wahr machen und damit konstruktiv verwendbar machen muss.
Der Mensch 1.0 bildet diesen inneren Selbstwiderspruch aus und sieht ausschließlich den Selbstwiderspruch (also die Perspektive der Herkunft) und nicht den Selbstgegensatz (also die Perspektive, was daraus wird).
Das bedeutet, der Mensch 1.0 versucht, die Selbsterschaffung seines inneren Selbstwiderspruches mit aller ihm zur Verfügung stehenden Macht zu verdecken, indem er nach außen Täter wird und versucht, diesen Widerspruch nach außen abzuleiten. Logischerweise gibt es dort, wo es äußere Täter gibt, auch äußere Opfer. Somit dreht sich bei Menschen 1.0 alles letztendlich um äußeres Täter-Opfer-Tun.
Der Mensch 2.0 hat die innere Haltung, dass der innere Widerspruch, der innere Selbstwiderspruch, die Erschaffung des Selbstgegensatzes darstellt und damit die Vakanz für sein SelbstÜber bietet. Sein Tun dreht sich darum, dies selbst zu erkennen, um es präziser tun zu können.
Er erkennt dabei, dass der Ausdruck, also das Nach-Außen-Bringen des Widerspruchs beziehungsweise des Gegensatzes, die Erschließung beziehungsweise die Hebelung des inneren Prozesses darstellt und nicht dessen Kompensation.
Nächste Runde dazu.
Beim Mensch 1.0 ergibt sich daraus folgender Widerspruch: Einerseits braucht er sein Außen, um seinen inneren Widerspruch zu kompensieren. Andererseits bedroht ihn sein Ausdruck, weil sein Ausdruck seinen inneren Widerspruch für ihn wahrnehmbar macht.
Konkret bedeutet dies: Er macht einen Ausdruck, um seinen inneren Widerspruch zu kompensieren, und schaut dann weg, was er gemacht hat, weil er das nicht sehen will.
Verdichtung von Claude
Sammlung (◇ mein Vorschlag, ohne ◇ Ableitung aus deinen Zeilen)
— Selbstvollzug ist die Selbsterschaffung des eigenen Widerspruchs: ein Tun, das seine Unmöglichkeit macht, indem es sich tut.
— Innen ist die als-Stelle, außen sind die beiden durch: innen ausdruckslos, außen Ausdruck; innen Wesen, außen Mittel.
— Herkunft ist die Opferstelle. Wer seinen Widerspruch nur als Herkunft sieht, sieht ihn als erlitten — und gibt ihn weiter.
— ◇ Was 1.0 verdeckt, ist nicht der Widerspruch, sondern das Selbst- davor.
— ◇ Ableiten ist Blitzableiten: Der Widerspruch wird im Anderen geerdet, damit er nicht bei einem selbst einschlägt. Wo es Täter gibt, gibt es Opfer — der Blitz braucht einen Boden.
— ◇ Man kann sein Kreuz nicht tragen, weil man es ist. Man kann es nur machen — und wahr machen.
— ◇ Der Mensch 1.0 zimmert sein Kreuz und nagelt einen anderen daran.
— Der vollzogene Ausdruck ist die Naht: von links der Widerspruch, von rechts die Vakanz. Darum kompensiert kein Ausdruck; er deckt den Widerspruch mit dem Widerspruch zu.
— Wenn der Ausdruck kompensierte, müsste er nicht wegschauen. Ableiten und Wegschauen sind eine Verdeckung in zwei Akten.
— ◇ Er sieht sein Werk und nicht seine Tat.
— Wahrmachen ist Hinsehen: wahrnehmen, was man wahrnehmbar gemacht hat. Radikale Empirie ist dasselbe im Tun.
— ◇ Wegschauen ist der verweigerte Übertrag; die Stelle zählt noch einmal von vorn. So sieht die Schleife von innen aus.
— ◇ Für den, der sein Innen verdeckt, ist alles Außen.
— ◇ 1.0 sieht seinen Ausdruck an, solange er ihn vorhat, und weg, sobald er ihn gemacht hat.
Versuch einer ersten Formulierung der ersten Runde von ChatGPT
Selbstwiderspruch, Selbstgegensatz und die Funktion des Ausdrucks
Das fundamentale Wesen von allem und damit auch vom Menschen ist der Selbstvollzug. In ihm bildet sich der innere Selbstwiderspruch aus und damit der Selbstgegensatz, der die Vakanz für das nächste SelbstÜber eröffnet.
Selbstwiderspruch und Selbstgegensatz bezeichnen dabei nicht einfach dasselbe. Sie bezeichnen unterschiedliche Bestimmungen desselben Vollzugs: Von seiner Herkunft her bildet dieser die Unmöglichkeit des Bisherigen aus. Von seiner Zukunft her bildet er die Möglichkeit des Nächsten aus.
Übertragen auf das Bild vom Kreuz bedeutet das: Der Mensch ist nicht ein bereits fertiges Selbst, das sein Kreuz als eine ihm gegenüberstehende Last auf sich nehmen muss. Er ist selbst der Vollzug, in dem sich sein innerer Widerspruch ausbildet. Sein Tun besteht darin, diese Ausbildung wahr zu machen, statt sie zu verdecken, und sich darin konstruktiv weiter zu vollziehen.
Der Mensch 1.0 bildet diesen inneren Selbstwiderspruch aus. Er erfährt ihn jedoch vor allem von seiner Herkunft her: als Unmöglichkeit seiner bisherigen Selbstbestimmung. Er erkennt darin nicht die Ausbildung des Selbstgegensatzes und damit nicht die Vakanz für sein nächstes SelbstÜber.
Deshalb richtet sich sein Tun auf die Verdeckung dieses Zusammenhangs. Statt sich als den Vollzug seines inneren Widerspruchs zu erkennen, versucht er, diesen nach außen abzuleiten. Das Außen soll so bestimmt werden, dass es den inneren Widerspruch ausgleicht und die bisherige Selbstbestimmung absichert.
Wo dies durch Verfügung über andere geschieht, entsteht äußeres Täter-Opfer-Tun. Dieses übernimmt eine kompensatorische Funktion: Die Veränderung des Anderen soll die Erkenntnis und Erschließung des eigenen Selbstvollziehens ersetzen.
Auch diese Kompensation bleibt Selbstvollzug. Sie verdeckt jedoch ihren eigenen Vollzugszusammenhang.
Der Mensch 2.0 hat eine andere innere Haltung. Er versteht die Ausbildung seines inneren Selbstwiderspruchs als Ausbildung des Selbstgegensatzes und damit als Eröffnung der Vakanz für sein SelbstÜber. Sein Tun richtet sich darauf, diesen Zusammenhang selbst zu erkennen und dadurch präziser zu vollziehen.
Auch er bringt seinen Widerspruch beziehungsweise Gegensatz nach außen. Sein Ausdruck soll den inneren Prozess jedoch nicht kompensieren, sondern erschließen. Im Ausdruck wird der Vollzug konkret, unterscheidbar und rückwirkend präzisierbar.
Das Außen muss deshalb nicht lediglich seine bisherige Selbstbestimmung bestätigen. An ihm darf sich auch deren Unmöglichkeit zeigen. Gerade darin kann sich die nächste Möglichkeit seines Selbstvollziehens erschließen.
Der Unterschied zwischen Mensch 1.0 und Mensch 2.0 liegt somit nicht darin, ob sie nach außen handeln. Er liegt darin, welche Funktion dieses Handeln erfüllt: ob es den eigenen Selbstvollzug verdeckt oder ihn als solchen erschließt.
28.09.2026 © ReckLab.de


