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★★★★ Selbstvollzug und Vollzug

  • 12. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Selbstvollzug und Vollzug 


Selbstvollzug und Vollzug bilden ein Paar, in dem Selbstvollzug der Über-Pol und Vollzug der Unter-Pol ist. Beide sind unterscheidbar, aber nicht trennbar: Der Vollzug existiert nicht getrennt vom Selbstvollzug — er ist dessen Unterfunktion, in der der Selbstvollzug aktuell wird. Das "Selbst" im Selbstvollzug ist kein Was, sondern ein Wie — die Form-Identität von Vollziehen und Vollzogen-Werden in einer einzigen Eigenbewegung; keine zwei Akte, sondern zwei Aspekte einer in sich gebogenen Bewegung. Daraus folgt: Jeder echte Vollzug ist Selbstvollzug; was sich als bloßer Vollzug ohne Selbstvollzug versteht, ist Setzung mit dem Anschein von Vollzug. Die Hebung der Pole auf die nächste Ebene ist nicht Wirkung des Vollzugs, sondern dessen Strukturidentität: vollständiger Vollzug von n ist n+1. Die Formel wendet sich damit auf ihre eigenen Begriffe an — nicht Zirkel, sondern Selbstkonsistenz: Eine Grundformel, die sich nicht selbst beschreiben könnte, wäre nicht Grund. Diese Selbstkonsistenz reicht über das Begriffspaar Selbstvollzug/Vollzug hinaus: Alle anderen Polaritäten des Frameworks — Täter/Opfer, Träger/Wirker, Reliabilität/Validität, Mangel/Vakanz, Entropie/Emergenz — sind spezifische Erscheinungsformen derselben Paar-Selbstvollzug-Struktur. Die Paar-Selbstvollzug-Formel ist die Grundformel, aus der alle Polaritäten als ihre jeweiligen Vollzugsweisen hervorgehen.


© ReckLab.de, 12. Mai 2026

 
 
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