★★★ Vom Bestimmen zum Schmecken Teil 2
- 15. Apr.
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Die Ausdifferenzierung des Mangels des Menschen 1.0 ist seine Entscheidungsunfähigkeit, die darin begründet ist, dass er eine Wahrnehmung dafür bekommt, dass seine Entscheidung, also sein Bestimmen, zwangsweise immer falsch ist.
Anders gesagt, der Mensch 1.0 kann sich nicht mehr entscheiden, weil er weiß, dass das, was er entscheidet, falsch ist.
Die Entscheidungsunfähigkeit ist nicht der Defekt der Entscheidungs-Funktion, sondern ihr ehrlicher operativer Niederschlag der durchschauten Inhalts-Falschheit.
Nächste Präzisierungsrunde.
Prämisse
Die Ausdifferenzierung des Mangels des Menschen 1.0 ist seine Entscheidungsunfähigkeit, die darin begründet ist, dass er eine Wahrnehmung dafür bekommt, dass seine Entscheidung, also sein Bestimmen, zwangsweise immer falsch ist.
Der sich daraus ergebende Mangel des Bestimmens liegt darin, nicht schmecken zu können. Denn aktives operatives Schmecken ist dasjenige, das zwangsweise immer wahr ist.
Sammlung dazu.
Bestimmen ist falsch, weil es ein Außen setzt. Schmecken kann nicht falsch sein, weil es kein Außen mehr hat.
Im Bestimmen ist Wahrheit die Sehnsucht die man bestimmt. Im Schmecken ist Wahrheit Modus.
Schmecken ist nicht das Aufgeben der Sehnsucht und auch nicht ihr Erreichen, sondern ihr Modus-Wechsel: Was im Bestimmen Sehnsucht-nach war, wird im Schmecken Anwesenheit-in. Sehnsucht löst sich nicht durch Erfüllung auf, sondern durch das Wegfallen ihrer Bedingung — der Außen-Stellung zur Wahrheit. Im Schmecken gibt es nichts mehr, wonach man sich sehnen müsste, weil das Ersehnte nicht mehr außen ist. Damit wäre Sehnsucht der phänomenologische Niederschlag des Mangels im noch-nicht-vollzogenen Modus — die spürbare Anwesenheit dessen, was sich erst noch als Modus realisieren wird, aber bereits im Falschen drängt.
15.04.2026 © ReckLab.de


