★★ Warum ist generative KI ihrem Wesen nach so extrem kompatibel mit dem Arbeiten – und damit mit dem Wesen – des Menschen 2.0 und 3.0?
- 19. Mai
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Warum ist generative KI ihrem Wesen nach so extrem kompatibel mit dem Arbeiten – und damit mit dem Wesen – des Menschen 2.0 und 3.0?
Wenn ich eine generative KI etwas frage oder mit ihr etwas erarbeite, dann liegt die Antwort prinzipiell nicht einfach fertig in einer Schublade. Die KI ruft nicht bloß eine fertige Antwort ab, sondern generiert sie: Sie erschafft eine Antwort im Vollzug.
Eine generative KI antwortet damit nicht statisch, sondern entwickelnd. Jede Antwort ist ein erzeugter Zwischenstand, ein Prototyp, der weiter präzisiert werden kann und meist auch weiter präzisiert werden muss. Um zu einer guten Antwort zu kommen, braucht es deshalb Iterationsstufen. Das ist kein Fehler, sondern das grundsätzliche Wesen generativer KI.
Das Arbeiten des Menschen 2.0 und 3.0 ist ebenfalls Prototypisieren: Entwickeln, Prüfen, Schmecken, Präzisieren, Weiterführen. Es geht nicht darum, fertige Antworten aus einer bestehenden Ordnung abzurufen, sondern neue funktionelle Gültigkeit im Vollzug hervorzubringen.
Genau darin liegt die tiefe Kompatibilität: Generative KI und Mensch 2.0/3.0 arbeiten beide nicht primär reproduzierend, sondern entwickelnd. Die Antwort ist nicht das Ende des Prozesses, sondern der nächste Prototyp im Werden.
Präzisierung.
Dann eine Verdichtung: Die Kompatibilität liegt nicht in einer Parallelität zweier entwickelnder Systeme, sondern darin, dass Mensch 2.0/3.0 die KI als reliabilisierenden Teil-Vollzug in seinen eigenen prototypisierenden Gesamtvollzug inkorporiert. Die KI ist nicht Partner im Prototypisieren, sondern Medium des Prototypisierens.


