top of page

Zurück zur Übersicht mit dem Zurück des Browsers

★ Was bedeutet Falschheit zur Struktur wahr machen, also das operative grüne Tun?

  • 12. Nov. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Mai 2025




Zusammenfassung notebookLM:

Der Text beschäftigt sich mit dem Konzept der "grünen" Arbeitsweise, bei der Fehler nicht als Fehler gesehen werden, sondern als Chance zur Verbesserung. Das Konzept wird am Beispiel der Lean Production erläutert, bei der "grüne" Arbeiter aktiv Fehler in Prozessen suchen, um daraus neue Strukturen zu schaffen. Im Gegensatz dazu sind "blaue" Arbeiter darauf fokussiert, Fehler zu vermeiden und den bestehenden Prozess zu präzisieren. Der Text betont die Wichtigkeit der "Emulation", also der aktiven Nachahmung des "blauen" Fehlers, um daraus eigene, konstruktive Strukturen zu entwickeln. Die "grüne" Arbeitsweise erfordert eine aktive Auseinandersetzung mit dem Fehler und eine Bereitschaft, sich in die "Falschheit" des Prozesses hineinzugeben.



Text:

Um dafür ein Gefühl zu bekommen, ein Bild zu bekommen, ist Lean Production der beste Weg.

Zentral bei Lean Production ist, dass nicht ein Entwickler innoviert, sondern derjenige, der das produziert, der das eigentlich umsetzt. Das bedeutet, um die zentrale Funktion von Innovation zu machen, also die Falschheit zur Struktur wahr zu machen, muss man den Prozess der Falschheit tun, jedoch mit der Ausrichtung im Tun, die Struktur wahrzumachen und nicht im Tun, die Struktur zu präzisieren, also das Falsch zu präzisieren. Zentral dabei ist jedoch, dass man beides Mal den Prozess tut und nicht aus der Metaposition von außen drauf schaut und versucht, das zu lösen. Ein weiterer zentraler Punkt dabei ist die Selbstverantwortung.

In anderen Worten: Ein blauer und ein grüner Arbeiter tun den gleichen Fertigungsprozess. Der blaue Arbeiter präzisiert durch sein Tun die Struktur des Prozesses und damit den Fehler. Der grüne Arbeiter macht aus dem Fehler im Prozess die Struktur wahr. Die dient ihm dann als Mittel, um daraus den Prozess zu verbessern.


Für die blaue Sicht sind Kosten und Qualität widersprüchlich. Für die grüne Sicht sind Kosten und Qualität eine Funktion, wobei das Schaffen von Qualität das Mittel ist, um Kosten zu senken.


Das ist einer der zentralen Gedanken von Lean Production. Das ist das, was wir bisher als Emulation bezeichnet haben.


Zentrale Botschaft dabei: Man muss es tun, um es wahrzumachen. Das bedeutet, man muss sich in den falschen Prozess hineinbegeben, man muss den falschen Prozess tun, jedoch nicht, um das Falsche zu tun, sondern um das Falsche zur Struktur wahrzumachen.

In anderen Worten: Man macht etwas ausschließlich mit dem Zweck, damit man dieses, was man macht, entwickelt.


Das Ganze im Kontext der Verschränkung mit dem Kleineren.

Als größerer Grüner habe ich das Problem meines kleineren Blauen, mit dem ich verschränkt bin. Der Unterschied ist jedoch, dass der kleinere Blaue dieses Problem hat, um dieses zu verschärfen, zu präzisieren. Als Grüner hingegen hat man das Problem vom kleineren Blauen jedoch, um dieses zu verantworten, um dieses wahrzumachen und daraus Struktur als Mittel für das eigene Konstruktive zu bilden.


Bisher ist die Frage: Warum ist der grüne Mensch mit dem Falschen des blauen Menschen gebeugt, warum muss der grüne Mensch die Falschheit des blauen Menschen emulieren?

Antwort Geschmack: Um die Struktur von einem Falschen wahrmachen zu können, muss ich dieses Falsche tun. Um es tun zu können, muss ich damit gebeugt sein bzw. ich muss es emulieren.


Wie geht das praktisch:

Ich emuliere als Grüner die Falschheit des Anderen operativ. Das bedeutet, ich finde die Struktur in mir, in meiner Emulation, die ich verantworte und nicht im anderen Blauen. Das bedeutet, ich muss MICH schmecken und nicht versuchen, den Geschmack beim Anderen zu bekommen. Jedoch ist es in gewissem Umfang hilfreich, das emulierte Falsch in sich zu schmecken, indem man gezielten partiellen Kontakt mit demjenigen hat, woher das Falsch kommt.


Wir verwenden bisher für das operative Tun des Grünen, also das Wahrmachen des Falschen, den Begriff der Emulation. Benutzt man den Begriff im Sinne eines Prozessor-Emulators aus dem Ingenieur-Bereich, so stimmt der Begriff hundertprozentig. Das den Fehler wahrmacht und offenlegt. Dazu wird der Originalprozess getan, aber nicht mit der Absicht, eine Aufgabe zu erledigen, sondern mit der Absicht, das Falsche des Prozesses offenzulegen.


Der Grüne benutzt das Nichtkönnen des Blauen in der Emulation dessen bei sich, um daraus ein Wollen zu machen, das sein Können, das vorhanden ist, präzisiert, also größer macht.


11.2024 © ReckLab


 
 
bottom of page