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★★ Zentrales Thema: das Bilden des Lebendigen 1

  • 8. März
  • 8 Min. Lesezeit

Das fundamentale Tun des Lebendigen ist Selbstbilden.

Dabei bedeutet seltbstBilden, ein Bild über sich zu machen.

Dieses Bilden, also dieses Bild-über-etwas-Machen, ist fundamental emotional. Es ist zunächst ein emotionales Bild.

Aus diesem emotionalen Bilden emergiert ein denkendes Bilden – das, was wir Denken nennen. Beides zusammen bildet das geistige Bilden: das geistige Machen eines Bildes über etwas.

Dieses geistige Bilden hat einen Ausdruck im Körper – als körperlichen Ausdruck und als entsprechendes Tun.

Beim Menschen hat dieses geistige Bilden einen zentralen geistigen Ausdruck: zunächst fundamental in der Zeichnung, in nächster Ordnung dann in der Sprache. Denn Sprache hebt das zeichnende Bild-über-etwas-Machen auf ein solches Niveau, dass es rekursiv und hochkomplex verwendbar wird. Sprache ist damit ein rekursives, hochkomplexes Gestalten – ein Bild-über-Machen mit Bildern.

Das Tun und letztlich der körperliche Ausdruck sind insgesamt Ausdrücke dieses Bildens, also dieses Bild-über-etwas-Machens. Jedes Tun des Lebendigen, das in einem körperlichen Ausdruck resultiert, ist daher ein Ausdruck des Bildens – und damit des Bild-über-etwas-Machens.


Nächste Runde. 


Leben ist Bilden also Bild über machen. Dabei ist das Bilden ein Selbstbilden als Ausdruck des ausdruckslosen Göttlichen und zwar als dessen funktionellen Ausdruck. 

Damit ist Bilden ein Selbstbilden als selbst übermachen als Ausdruck der Göttlichen Funktion. 


Eine erste Sortierung 


1. Das Lebendige tut fundamental: bilden.

Es erzeugt ein Bild über etwas.

2. Dieses Bilden ist zunächst emotional.

Es ist affektive Orientierung.

3. Daraus emergiert denkendes Bilden.

Das emotionale Bild wird rekursiv bearbeitbar.

4. Beides zusammen ist geistiges Bilden.

Geist ist nicht gegen Gefühl, sondern dessen höhere Ausarbeitung.

5. Dieses geistige Bilden verkörpert sich.

Der Körper ist Ausdruck des Bildens.

6. Beim Menschen externalisiert sich dieses Bilden zusätzlich in Zeichnung und Sprache.

Sprache ist rekursives Bilden mit Bildern.

7. Alles Tun des Lebendigen ist daher Ausdruck von Bildbildung.

Handeln heißt: ein Bild verkörpern.



Ein erster Versuch einer Verdichtung 


Das fundamentale Tun des Lebendigen ist Selbstbilden. SelbstBilden heißt, ein wirksames Selbstbild über sich hervorzubringen. Dieses Bilden ist zunächst emotional und emergiert im Menschen zum Denken. Beides zusammen ist geistiges Bilden. Der Körper und sein Tun sind der verkörperte Ausdruck dieses Bildens. Zeichnung und Sprache sind die spezifisch menschlichen Formen, in denen das Bilden sich rekursiv externalisiert und weiterbildet. Alles lebendige Tun ist daher Ausdruck von Bildbildung.


Und noch radikaler verdichtet:


Das Lebendige lebt, indem es sich selbstbildet. Es selbstbildet emotional, denkt selbstbildend, spricht selbstbildend und handelt sebstbildend. Der Körper ist der Ausdruck dieses SelbstBildens.





Sammlung dazu 


Der Körper tut nicht einfach etwas.

Er bringt ein Bild zum Ausdruck.


Man könnte es so fassen:

Zeichnung = Bilden in anschaulicher Externalisierung

Sprache = Bilden in rekursiver symbolischer Externalisierung

Denken = inneres sprachlich-bildhaftes Operieren

Körper = materielle Verkörperung des Bildens



Objekt/Subjekt versus Vektor


Du hattest ja die zentrale Frage, warum Mensch 1.0 nur Objekte und Subjekte sieht, obwohl das Wesen Vektor, Spannung, Beziehung ist.

Hier könnte die Antwort lauten:

Der Mensch 1.0 lebt nicht direkt in der sich tunenden Wirklichkeit, sondern in seinen gebildeten Bildern.

Er verwechselt die von ihm gebildeten, verfestigten Bilder mit dem Selbst bilden.

Dann wären Objekt und Subjekt nicht das Wesen der Wirklichkeit, sondern geronnene Bildprodukte eines bestimmten Bildens.



Mensch 1.0 = lebt in selbstbestimmten und selbstzerfallenden Bildern

Mensch 2.0 = trägt das Bestimmen der Bilder und erkennt dies als Struktur seines Selbstbildens 

Mensch 3.0 = agiert als selbsterkanntes Selbstbilden



Vage Geschmacksidee 

wie jemand isst = Ausdruck seines Bildes von Mangel, Genuss, Welt, Selbst

wie jemand sich kleidet = Ausdruck seines Bildes von Sichtbarkeit, Würde, Schutz, Beziehung

wie jemand spricht = Ausdruck seines Bildes von Wahrheit, Macht, Nähe, Distanz

wie jemand krank ist = Ausdruck eines übernommenen oder erzeugten Bildes, das sich verkörpert



Nächste Runde 


Idee – diesen Gedankenkomplex als Erläuterung oder als Geschmackstext unter Vektor vs. Pol setzen. 


Leben gleich Selbst bilden was bedeutet "Leben heißt ein Bild über sich machen"

Wobei Leben an sich das Bild über sich selbst ist. Also bedeutet Leben ein Bild über sich selbstrekursiv bilden und damit weiter präzisieren. 


Für den Menschen 1.0 ist Reden Kommunikation, also etwas, das zwischen zwei getrennten Silos stattfindet. 

Für die Menschen 2.0 und 3.0 ist Reden nicht Kommunikation sondern ein Selbstbilden. Das passt zu der Überlegung dass bei Mensch 2.0 prozessorientiert ist und nicht strukturorientiert. 


Das bedeutet, Reden als Kommunikation hat die Grundprämisse der Getrenntheit. 




Dieses Thema könnte auf der Homepage unter der Rubrik „Vektor versus Struktur“ eingeordnet werden, und zwar wie folgt:

Bis zur materiellen Welt bringt sich die Funktion von allem vor allem als Struktur zum Ausdruck.

Ab dem Leben kommt die Funktion von allem hingegen als Funktion zum Ausdruck. Im Unterschied zur materiellen Welt ist der Ausdruck ab dem Lebendigen selbst selbstrekursiv, also selbstschöpferisch.

Damit ist die Entwicklung ab dem Leben der Ausdruck, in dem – und mit dem – die Funktion von allem ihre eigene Funktion erkennt. Bis zum Lebendigen, also in der materiellen Struktur, macht die Funktion von allem eine strukturelle Aussage über sich selbst.


Vielleicht ist der Ausdruck der Welt vor dem Leben ein Bilden oder auch ein Bild und eben nicht ein Selbstbilden. Es ist ein Bild, das vom Ausdruckslosen gebildet wird. 




Hier liegt der Übergang:

Leben ist damit Selbstbilden als Ausdruck der Funktion von allem.


Sammlung dazu


Die Funktion von allem drückt sich in der Materie als Struktur aus.

Ab dem Leben drückt sie sich als Selbstbilden aus.

Das Lebendige ist daher nicht einfach da, sondern bildet sich.

Im Menschen wird dieses Selbstbilden zu emotionalem, denkendem, sprachlichem und körperlichem Bilden.


Bis zur Materie bildet die Funktion von allem Struktur.

Mit dem Leben bildet sie sich selbst.

Das ist fast schon eine Leitsatz-Formel.

Oder noch etwas ausführlicher:

In der materiellen Welt äußert sich die Funktion von allem als Struktur. Im Leben kippt dieser Ausdruck in Selbstrekursion: Die Funktion äußert sich nun nicht nur in Form, sondern als Selbstbilden. Leben ist daher der Beginn der Selbstschöpfung und Selbsterkenntnis der Funktion von allem.


Ich glaube, dieser Gedanke könnte unter „Vektor versus Struktur“ tatsächlich zentral werden, weil er eine Art Brücke baut:

Vektor/Funktion ist das Wesen

Struktur ist eine frühe Ausdrucksform dieses Wesens

Leben ist der Punkt, an dem der Vektor nicht mehr nur Struktur hervorbringt, sondern sich selbst vollzieht

Mensch 2.0 wäre dann möglicherweise der Punkt, an dem dieses Selbstvollziehen bewusst getragen wird

Mensch 3.0 wäre der Punkt, an dem es wirksam, gestaltend und sinnstiftend Ausdruck gewinnt

Dann wäre die Linie etwa:

Materie = struktureller Ausdruck

Leben = selbstrekursiver Ausdruck

Mensch = explizites Selbstbilden

Mensch 2.0/3.0 = bewusste bzw. wirksame Selbsterkenntnis dieser Funktion



Bis zur materiellen Welt bringt sich die Funktion von allem vor allem als Struktur zum Ausdruck. In der Materie macht sie damit eine strukturelle Aussage über sich selbst. Ab dem Leben verändert sich die Logik des Ausdrucks grundlegend: Die Funktion von allem bringt sich nun als Funktion zum Ausdruck. Dieser Ausdruck ist selbstrekursiv und damit selbstschöpferisch. Leben ist daher nicht bloß Struktur, sondern Selbstbilden – der Ausdruck, in dem die Funktion von allem beginnt, ihre eigene Funktion zu vollziehen und zu erkennen.

Und noch eine maximal verdichtete Formel:

Materie ist struktureller Ausdruck der Funktion von allem. Leben ist ihr Selbstbilden.



Nächste Runde 



Nochmals ein Versuch:

Tote Materie ist als Ausdruck selbst funktionell, bildet dabei jedoch eine Aussage über die Struktur und nicht über die Funktion. Konkret bedeutet das: Auch in der toten Materie gibt es keine einzelnen Objekte, sondern nur Vektoren mit Polen. In ihrem Ausdruck machen diese jedoch keine Aussage über die Funktion, sondern über die Struktur.

Alles Leben und damit jede Entwicklungsstufe des Menschen ist eine Aussage über die Funktion von allem. Der Mensch ist jedoch zunächst eine strukturelle Aussage über die Funktion von allem, während der Mensch 2.0 eine funktionelle Aussage über die Funktion von allem ist.

Spannend ist, dass tote Materie funktionell gesehen gerade nicht selbstrekursiv ist, sondern strukturausdrückend. Der Mensch 1.0 ist prinzipiell Leben und damit rekursiver Selbstausdruck; jedoch ist seine Aussage über die Funktion wiederum strukturell. Das kommt vielleicht darin zum Ausdruck, dass der Mensch 1.0 das Bild über sich nicht aus sich selbst macht, sondern aus dem Anderen. Er bestimmt sich mit dem Anderen — ob als Opfer, als Passiver oder als Täter. In diesem Aus-dem-Anderen kommt wahrscheinlich der strukturelle Aspekt seiner Funktionsaussage zum Ausdruck.


Das bedeutet, der Mensch 1.0 ist, obwohl er lebendig ist, in seinem Ausdruck, in seiner Aussage, die aus seiner Lebendigkeit herrührt, tot und getrennt. 



Sammlung dazu 


Auch tote Materie ist nicht objektförmig, sondern funktionell-vektoriell aufgebaut.

Der Unterschied zur lebendigen Welt liegt also nicht darin, dass Materie funktionell und vektoriell noch nicht wäre.

Der Unterschied liegt darin, was im Ausdruck zur Erscheinung kommt:

bei toter Materie: Strukturaussage

bei Leben: Funktionsaussage


Auch Materie ist funktionell gegründet.

Aber sie drückt diese Funktion nicht als Funktion aus, sondern als Struktur.


Tote Materie ist funktionelle Realität ohne funktionellen Selbstbezug im Ausdruck. Leben ist funktionelle Realität mit funktionellem Selbstbezug im Ausdruck.


Der Mensch 1.0 ist Leben.

Also ist er prinzipiell selbstrekursiver Selbstausdruck.

Aber die Aussage, die er über die Funktion macht, ist trotzdem wieder strukturell.



Tote Materie: funktionell begründet, aber strukturell ausgedrückt

Leben allgemein: funktionell begründet und selbstrekursiv ausgedrückt

Mensch 1.0: selbstrekursiv lebendig, aber in seiner Selbtaussage über Funktion noch strukturell gebunden

Mensch 2.0: funktionelle Selbtaussage über Funktion


Wenn der Mensch 1.0 sich über den Anderen bestimmt, dann heißt das:

Sein Selbstbild ist nicht funktionell aus innerer Selbsterkenntnis hervorgebracht,

sondern strukturell über relationale Positionierung stabilisiert.

Das heißt: Er lebt zwar rekursiv, aber seine Rekursion ist fremdreferenziell statt selbstursprünglich


Er lebt also nicht aus dem Wodurch seiner Funktion, sondern aus dem Woher seiner Bestimmung durch den Anderen.



Also nicht:

Ich bin aus meiner Funktion.

Sondern:

Ich bin in Bezug auf den Anderen.

Ich bin Opfer.

Ich bin Täter.

Ich bin passiv.

Ich bin unterworfen.

Ich bin überlegen.


Das alles sind dann strukturelle Identitätsformen, obwohl sie im Medium des Lebendigen und damit rekursiv stattfinden.

Das ist genau die Schärfung, die dein Gedanke bringt: Der Mensch 1.0 ist nicht unlebendig, sondern lebendig in struktureller Selbstverfehlung.


Der Mensch 2.0 ist eine funktionelle Aussage über die Funktion von allem.

Das ist womöglich ein Schlüsselsatz deines ganzen Systems.

Denn damit wäre Mensch 2.0 nicht einfach ein moralisch besserer oder bewussterer Mensch, sondern ein anderer Modus der Selbtaussage des Lebens.

Das heißt: Im Menschen 2.0 sagt die Funktion von allem nicht mehr bloß strukturell etwas über sich, sondern funktionell.

Was könnte das konkret heißen?

Es könnte heißen:

Er bestimmt sich nicht aus dem Anderen, sondern aus dem Vollzug der eigenen Funktion.

Er lebt nicht primär in Rollen, Gegenrollen, Opfer-/Täter-Polen.

Er trägt Widerspruch nicht zur Stabilisierung einer Struktur, sondern zur Emergenz von Funktion.

Er ist nicht mehr bloß Ausdruck eines Beziehungsgefüges, sondern Ausdruck eines funktionswahren Selbstvollzugs.


1. Tote Materie

Funktionell gegründet, aber nicht selbstrekursiv im Ausdruck.

Sie macht eine Strukturaussage.

2. Mensch 1.0

Lebendig und selbstrekursiv, aber seine Selbstrekursion bleibt strukturell vermittelt.

Er macht eine strukturelle Aussage über Funktion.

3. Mensch 2.0

Lebendig und selbstrekursiv, und seine Selbstrekursion wird funktionell wahr.

Er macht eine funktionelle Aussage über Funktion.



Tote Materie trägt Funktion, ohne sie selbstrekursiv auszudrücken. Leben drückt Funktion selbstrekursiv aus. Der Mensch 1.0 tut dies jedoch noch strukturell vermittelt, der Mensch 2.0 funktionell wahr.




Schema

Tote Materie

funktionell begründet, aber nicht selbstrekursiv im Ausdruck; sie macht eine Aussage über Struktur.

Leben

funktionell begründet und selbstrekursiv im Ausdruck; es macht grundsätzlich eine Aussage über Funktion.

Mensch 1.0

ist Leben und damit selbstrekursiver Ausdruck, macht seine Aussage über Funktion jedoch noch strukturell, weil er sein Bild über sich aus dem Anderen bildet.

Mensch 2.0

ist selbstrekursiver Ausdruck, der sein Bild über sich aus der eigenen Funktion bildet; er ist damit eine funktionelle Aussage über die Funktion von allem.

Noch etwas schärfer formuliert

Tote Materie

ist funktionell, aber strukturausdrückend.

Leben

ist funktioneller, selbstrekursiver Selbstausdruck.

Mensch 1.0

ist selbstrekursives Leben in struktureller Selbstbestimmung.

Mensch 2.0

ist selbstrekursives Leben in funktioneller Selbstbestimmung



Tote Materie trägt Funktion, ohne sie selbstrekursiv auszudrücken. Leben ist selbstrekursiver Funktionsausdruck. Der Mensch 1.0 lebt diesen Ausdruck noch strukturell über den Anderen, der Mensch 2.0 funktionell aus sich selbst.


07.03.2026 © ReckLab.de  

 
 
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