★★ Zentrales Thema: das Bilden des Lebendigen 2
- 8. März
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Nächste Runde
Der Mensch 1.0 macht ein Bild über sich durch den Anderen (als Opfer) – mittels eines Bildes über sich durch den Anderen (als Täter).
Der Mensch 2.0 macht ein Bild über sich durch sich selbst (als Wirker) – mittels eines Bildes über sich durch den Anderen (als Träger).
Der Mensch 3.0 macht kein Bild mehr über sich, sondern eine Funktion über sich selbst durch sich selbst – mittels eines Bildes über sich selbst durch sich selbst.
Dabei gilt:
Opfer = ich werde durch den Anderen bestimmt
Täter = ich benutze den Anderen bzw. ein fremdvermitteltes Bild operativ, um mich selbst zu konstruieren
Versuche einer Komprimierung
Mensch 1.0: Selbstbild durch den Anderen, mittels fremdvermittelter Bilder.
Mensch 2.0: Selbstbild durch sich selbst, mittels des getragenen Anderen.
Mensch 3.0: Selbstfunktion durch sich selbst, mittels eines selbstursprünglichen Bildes.
Sammlung dazu.
Mensch 1.0
Ich werde durch den Anderen zu mir und benutze den Anderen zugleich als Medium, um mein Bild von mir herzustellen.
Ein Versuch.
Mensch 1.0
Fremdbildung Das Selbst wird durch den Anderen bestimmt und über fremde Bilder stabilisiert.
Mensch 2.0
Selbstbildung unter Trägerschaft Das Selbst beginnt, sich aus sich selbst zu bilden, aber im Medium des getragenen Anderen.
Mensch 3.0
Selbstfunktion Das Selbst lebt nicht mehr primär als Bild, sondern als Funktion.
Bilder bleiben vorhanden, aber nur noch als operative Ausdrucks- und Vermittlungsmedien.
Mensch 1.0
Fremdbildung Das Selbst wird durch den Anderen bestimmt und über fremde Bilder stabilisiert.
Mensch 2.0
Selbstbildung unter Trägerschaft Das Selbst beginnt, sich aus sich selbst zu bilden, aber im Medium des getragenen Anderen.
Mensch 3.0
Selbstfunktion Das Selbst lebt nicht mehr primär als Bild, sondern als Funktion.
Bilder bleiben vorhanden, aber nur noch als operative Ausdrucks- und Vermittlungsmedien.
Und 3.0 wäre die Stufe, in der das Bild nicht mehr Identität stiftet, sondern nur noch Ausdruck einer bereits gewonnenen Funktion ist.
Der Mensch 1.0 bildet sich nicht aus sich selbst, sondern durch den Anderen. Sein Selbstbild entsteht fremdvermittelt und wird durch weitere fremdvermittelte Bilder stabilisiert. Darin liegt seine Opfer-Täter-Struktur.
Der Mensch 2.0 beginnt, sich aus sich selbst zu bilden. Der Ursprung seiner Selbstbildung liegt nun in ihm selbst. Doch er vollzieht diese Selbstbildung noch im Medium des getragenen Anderen. Darin liegt seine Wirker-Träger-Struktur.
Der Mensch 3.0 überschreitet die Ebene des Selbstbildes. Er lebt nicht mehr primär als Bild über sich, sondern als Funktion seiner selbst. Das Bild bleibt bestehen, aber nur noch als Mittel des funktionellen Selbstausdrucks.
Nächste Runde
Jede höhere Ordnung entsteht dadurch, dass die vorherige Ordnung als Pol in sich selbst aufgenommen wird.
Ein Vektor bleibt immer Vektor.
Wenn er in einer höheren Ordnung als Teil eines größeren Vektors auftritt, erscheint er aus dieser Perspektive als Pol.
Der Pol ist also keine andere Substanz, sondern eine Rollenbezeichnung innerhalb einer Schachtelung.
Dann ergibt sich fast von selbst:
Vektor bezeichnet die Spannung, Beziehung, operative Einheit.
Pol bezeichnet denselben Vektor, sofern er in einer höheren Ordnung als End- oder Startmoment fungiert.
Struktur ist dann die Verschachtelung von Vektoren, insofern sie sich gegenseitig als Pole organisieren.
Funktion ist die operative Bewegung, durch die diese Verschachtelung entsteht, sich hält oder weiterentwickelt.
Damit wäre der Unterschied zwischen Vektor und Pol nicht ontologisch, sondern perspektivisch und funktional.
Ein Pol ist kein stillgestellter Vektor, sondern ein in höherer Ordnung eingebundener Vektor.
Oder noch dichter:
Pol ist die geschachtelte Erscheinungsweise des Vektors.
Ein höherer Vektor besteht nicht aus „Punkten“, sondern aus untergeordneten Vektoren, die innerhalb der höheren Ordnung als Pole erscheinen.
Und diese untergeordneten Vektoren bestehen wiederum aus noch tieferen Vektoren usw.
Der Pol ist kein anderes Wesen als der Vektor; er ist der Vektor in seiner geschachtelten Funktion innerhalb einer höheren Ordnung.
Funktion ist Vektor in Vollzug. Struktur ist Vektor in Schachtelung.
Ein Versuch:
Alles, was ist, ist Vektor.
Alles, was als Pol erscheint, ist ein geschachtelter Vektor.
Alles, was als Struktur erscheint, ist die Ordnung geschachtelter Vektoren.
Alles, was als Funktion erscheint, ist das operative Verhältnis, in dem Vektoren einander hervorbringen, tragen oder überformen.
In einer möglichen Zusammenfassung
Es gibt nicht Vektoren und Pole als zwei verschiedene Wesenheiten, sondern nur Vektoren. Ein Pol ist kein statisch gewordenes Etwas, sondern ein Vektor, der innerhalb einer höheren Ordnung als geschachtelter Vektor erscheint. Was wir Struktur nennen, ist deshalb keine tote Form, sondern die Ordnung verschachtelter Vektoren. Was wir Funktion nennen, ist derselbe Zusammenhang in seinem Vollzug. Der Unterschied zwischen Vektor und Pol ist somit kein Unterschied des Seins, sondern ein Unterschied der Einbettung: Ein freier Vektor heißt Vektor, ein in höherer Ordnung eingebundener Vektor heißt Pol. Jede höhere Ordnung besteht daher nicht aus Punkten oder Objekten, sondern aus Vektoren, die füreinander zu Polen werden. Dadurch ist alles fraktal und selbstrekursiv aufgebaut: Das Frühere verschwindet nicht, sondern erscheint im Höheren als geschachtelte operative Einheit erneut. Das Wesen von allem ist somit nicht Substanz, sondern rekursive relationale Spannung.
Und hier noch eine etwas dichtere, manifestartigere Version:
Alles ist Vektor.
Ein Pol ist kein anderer Seinsmodus, sondern ein Vektor in geschachtelter Funktion. Struktur ist die geordnete Schachtelung von Vektoren, Funktion ihr operativer Vollzug. Jede höhere Ordnung besteht aus tieferen Vektoren, die in ihr als Pole erscheinen, ohne ihr Wesen zu verlieren. Darum verschwindet das Frühere im Höheren nicht, sondern wird als integrierte Spannungsform weitergeführt. Die Wirklichkeit besteht nicht aus Objekten, sondern aus selbstrekursiven Vektoren.
Das Wesen von allem ist geschachtelte Spannung.
Selbstrekursive Spannung vor Relation, Relation vor Objekt, geschachtelte Funktion vor Struktur.
07.03.2026 © ReckLab.de


